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Wochateiln – KW 26/2017

Das Wetter ist schön, Radl gefahren wird überall – kurz: die Saison ist in vollem Gange. Weil’s in dieser geschäftigen Zeit passieren kann, dass man vor lauter Events den Überblick verliert, braucht’s Strukturen. Darum gibt’s das LINES Wochateiln. Mitten unter der Woche erinnern wir uns an das letzte Wochenende zurück und freuen uns gleichzeitig auf’s nächste. Prost!

Geil war’s

Crankworx Innsbruck

Zweifler waren im Vorfeld des Crankworx Innsbruck definitiv nicht alleine. Überall wurde diskutiert, was sich denn die Stadt da aufgehalst habe und die Erwartungen sicher nicht halten könnte. Vielleicht waren es dann auch die nicht vorhandenen Erwartungen, die das Festival so lässig machten. Wer vor Ort war hat ein richtig feines Spektakel präsentiert bekommen. Einige die es wissen müssen – also Crankworx-erfahrene Personen – meinte sogar, dass es wahrscheinlich das beste Crankworx außerhalb von Whistler sei. Mehr dazu in unserem Crankworx Innsbruck Pro’s & Con’s. // Crankworx Innsbruck Webseite | Resultate

Tag 1, Mittwoch

Alles sehr entspannt, sengende Hitze, wenige Zuschauer, die Slopestyler springen sich warm. Abends pilgert dann eine Menschenschar zum Speichersee oberhalb der Muttereralm. Was sie dort erwartet, ist einfach grandios. Zwei riesige Whip Off Kicker und ein Panorama, das man sich nicht besser hätte aussuchen können. Zwischen Ratboy, Fairclough und Reynolds springen auch einige Österreicher mit: Max Flankl, Markus Pekoll, Hannes Slavik, Elias Schwärzler, Wolfgang “Shibby” Leitner. Louis Reboul (FRA) wurde zwar mit dem Titel gekürt, doch Fabio Wibmer und Peter Kaiser wären objektiv ebenbürtige Gewinner gewesen. Bei den Damen gewann souverän Casey Brown. Und ja, es musst zweimal der Hubschrauber ausrücken. Dem Fahrer bzw. der Fahrerin geht es bereits wieder entsprechend gut, wie wir erfragt haben. Beide werden in den nächsten Wochen wieder am Bike sitzen. // Resulate | Video

Wahninnskulisse beim Whip Off. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Mit Abkühlung direkt vor Ort. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Tag 2, Donnerstag

Noch immer alles sehr entspannt. Es brennt so richtig herunter. Die Downhiller lassen sich zum ersten Mal über die Strecke in Götzens und sind quer durch die Bank begeistert: natürlich und ruppig – genau das was ein Downhiller von Welt mag. Nachmittags geht bei gefühlten 100 Grad der Dual Speed & Style über die Bühne. Der Kurs macht Lust auf Biken und das Format ist sowieso der Wahnsinn. Mit Hannes Slavik, Christoph Schimpl und Simon Hofstädter schaffen es drei Österreicher ins Fianle der besten 32. Dort stehen ihnen aber Bas van Steenbergen, Yannick Granieri und der spätere Sieger Tomas Lemoine in der ersten Rund gegenüber. // Resulate | Video

Restulate (Quali)

  • 19. Hannes Slavik
  • 26. Christoph Schimpl
  • 31. Simon Hofstädter

Speed war ebenso gefragt... Foto (c) Friedrich Simon Kugi

...wie Style. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Tag 3, Freitag

Der eigentliche Hauptevent des Tages – das LINES Bike Pulling – geht etwas unter. 22 bis in die Haarspitzen motivierte Starter und ein noch engagierterer Moderator machen in der Wüste von Götzens trotzdem ein lässiges Event daraus. Wenig später schart sich alles um den Pumptrack in Mutters. So stellt man sich Crankworx zuschauertechnisch vor. Was dann über die nächsten Stunden abgeliefert wird, ist vielleicht der coolste Event des ganzen Festivals. Damen wie Herrn schenken sich am Parallelkurs überhaupt nichts. Caroline Buchanan und Jill Kintner trennen nach zwei Finalläufen ganze 0,03 Sekunden. Bei den Herren pumpt Mitch Ropelato in Lederhosen, sehr zur Freude des Publikums, muss sich im Finale aber dem Franzosen Chaney Guennet geschlagen geben. Markus Pekoll und Hannes Slavik schaffen’s in die To 32, müssen dort im ersten Heat gegeneinander antreten. Eine Runde später wird Hannes dann von seinem Namens- und Fourcross-Kollegen Tomas eliminiert. // Resulate | Video

Restulate (Quali)

  • 10. Hannes Slavik
  • 23. Markus Pekoll

Mitch Ropelato im Trachtenoutfit. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Herzschlagfinale bei den Damen. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Tag 4, Samstag

Die Wetterprognose für Sonntag ist schlecht, der Slopestyle wird auf Samstag Mittag vorverlegt. Die absolut richtige Entscheidung, wie sich herausstellt. Zum Highlight des Festivals kommen Zuschauermassen, obwohl das Wetter noch immer in Sonnenbrandausteilstimmung ist. Die Fans werden für ihre Hautrötung aber belohnt. Brett Rheeder und Nicholi Rogatkin liefern sich ein brutal enges Duell. Was beide abliefern ist allerfeinste Sahne. Am Ende trennt sie nicht einmal ein ganzer Punkt – und das bei einem Judging jenseits der 95 Punkte. Ausschlaggebend war sicherlich Nicholis weltpremieren Cashroll Tailwhip am letzten Sprung. Eine ziemlich abartige Premiere zeigte auch Ryan Nyquist: er sprang mit verkehrtem Lenker (halber Barspin) ins Whaletale, wieder raus und über den letzten Kicker. // Resulate | Video

Nicholi Rogatkin gab echt alles. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Brett Rheeder, stylisch wie immer, zog diesmal den Kürzeren. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Sofort im Anschluss an den Slopestyle ging es beim Downhill um die Ehre. “Little Val di Sole” forderte die Elite ganz schön. Leider mussten wir mit Max Flankl und Boris Tetzlaff zwei verletzungsbedingt Ausfälle beklagen – gute Besserung an dieser Stelle. Umso erfreulicher, dass Gabriel Wibmer, Vali Höll und Paula Zibasa ihre Klassen gewinnen konnten. Benedikt Purner schaffte es bei den Masters auf Rang 4, Erwin Aydin auf 5, Simone Wechselberger, Elke Rabeder und Helene Valerie Fruhwirth belegten bei den Damen die Ränge 9, 10 und 11, David Trummer und Markus Pekoll bei den Herren 20 und 21. Danny Hart (GBR) gewann hauchdünn vor Michael Hannah (AUS) und Jack Moir (AUS). Bei den Ladies triumphierte Tracey Hannah (AUS) vor Jill Kintner (USA) und Emilie Siegenthaler (SUI). Vali Höll wäre mit ihrer Zeit übrigens Fünfte bei den Damen geworden, direkt hinter Casey Brown. // Resulate | Video

Pro Masters

  • 4. Benedikt Purner – Syntace/Liteville
  • 5. Erwin Aydin – RC ARBÖ Hallein
  • 9. Martin Falkner – Dilf Racing Team
  • 10. Gerhard Senftner – Dilf Racing Team
  • 11. Martin Walder – Vertical Racing
  • 12. Mathias Rauchegger – Heliair Racing Team
  • 13. Christian Hofer – recheis
  • 14. Rene Kunze – kunze
  • 15. Andreas Proller – Dilf Racing
  • 16. Rainer Narr
  • 17. Gerald Fischer – Bike Infection
  • 18. Christoph Grill – Mauna Loa DH Pro Racing
  • 19. Philip Franzmaier – Radhaus-Strobl
  • 20. Reiner Göweil – MTB Downhill & Freeride Verein Innsbruck
  • 21. Harald Leitner – DH Verein Innsbruck
  • 22. Mario Amcha – RC Kreuzer Racing

Pro Youth U17 male

  • 1. Gabriel Wibmer – Ride Free Osttirol/Dolomite Bike
  • 7. Samuel Freund – Alpin Bike Innsbruck
  • 8. Devid Botter – ASVÖ Leogang
  • 9. Jonas Göweil – Alpin Bike Racing Team
  • 10. Marcel Siess – Dirty Devils
  • 12. Florian Gerns – Sunbikers-Mondraker RAcing
  • 14. Florian Fleischmann – Alpin Bike Racing
  • 15. David Hochfelsner
  • 16. Christoph Derflinger – MTB Downhill & Freeride Verein Innsbruck

Pro Youth U17 female

  • 1. Valentina Höll – Sram Rockshox Racing

Pro Junior U19 female

  • 1. Paula Zibasa – M9 Racing

Pro Junior U19 male

  • 13. Martin Ciresa – Scout/Nukeproof
  • 19. Michael Loncsek – Nagele Bike Sports

Elite Men

  • 20. David Trummer – Propain Dirt Zelvy
  • 21. Markus Pekoll – MS Mondraker
  • 41. Fabio Wibmer – Team Specialized
  • 43. Fabian Ulrich – MS Mondraker Team B
  • 51. Manuel Widmann – Alutech DH Boys
  • 56. Michael Liendl – Lemur Racing
  • 61. Maximilian Popp – URC Langenlois
  • 64. Tobias Wimmer – ARBÖ Radsportteam Ried
  • 85. Sandro Partell – Sunbikers-Mondraker Racing
  • 88. Matija Daniel Mischkulnig – RC Downriders
  • 91. Markus Daxbacher – Bike-Team Ginner
  • 92. Daniel Schwerzler – WOODHOOD Ryders
  • 97. Julian Neubauer – RC Kreuzer ASVÖ Ironracing
  • 99. Jochen Doppelhofer – Radlager
  • 105. Sebastian Pinezits
  • 107. Matthias Klotz – SVR Radstudio Innsbruck
  • 108. Lukas Gerns – Sunbikers-Mondraker Racing
  • 110. David Schweninger – BFC Bergflow, Traunseeflow
  • 115. Sebastian Rech – #veloloveinnsbruck
  • 116. Martin Koidl – SVR Radstudio Innsbruck
  • 117. Wolfgang Leitner – Rocky Mountains, Maxxis
  • 119. Andi Hotter – Freeride Mountain
  • 120. Markus Becker – URC SPK Renner Langenlois
  • 121. Daniel Bäuchl – radlager
  • 124. Bernhard Maier – Velo Love Racing-Team
  • 125. Felix Gmeiner
  • 126. David Gmeiner
  • 127. Ferdinan Kleyhons – MTB Downhill & Freeride Verein Innsbruck
  • 128. Andreas Pühringer – BFC Bergflow
  • 130. Michael Stadelmann
  • 131. Benedikt Fröhlich – Freeride- und Downhillverein
  • 132. Andre Vögele – Alpin Bike Racing Team

Elite Women

  • 9. Simone Wechselberger – MS-Mondraker B-Team
  • 10. Elke Rabeder – Alutech Racing
  • 11. Helene Valerie Fruhwirth – Board Shack / Ciclopia

Schnellster Österreicher: David Trummer. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Schnellste Österreicherin in der Elite: Simone Wechselberger. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Tag 5, Sonntag

Der letzte Tag begann wirklich mit Regen. An den spontan eingeworfenen Best Trick Contest am Slopestyle-Kurs war nicht zu denken. Damit wurde die Crankworx-Premiere um einen Tag verkürzt. Bös’ darüber war aber nach der Party am Vorabend keiner.


Trans Julius, Slowenien

Steht ein neues Event am Kalender, ist man immer etwas skeptisch. Besonders wenn es um etwas ganz neuartiges wie die Trans Julius geht. Ist es ein Rennen, ist es eine Rundfahrt? 3,5 Tage Enduro-Abenteuer wurden versprochen – und gehalten. Das Orga-Team hat ganze Arbeit geleistet und nicht nur ein Mehrtages-Enduro-Rennen auf die Beine gestellt, sondern eine lässige Atmosphäre mit lokalen Köstlichkeiten und Drumerhum kreiert. 56 Starter waren’s bei der Erstausgabe und wir sind uns sicher, dass 2018 um einiges mehr Startnummern ausgegeben werden müssen. // Ergebnisse | Wie es dazu kam

Resultate

  • 1. Nejc Huth (SLO)
  • 2. Stefan Königsmayr
  • 3. Ben Gerrish (???)
  • 5. Michael Eder
  • 7. Benjamin Meier
  • 8. Christoph Schaufler
  • 9. Bastian Gustl Meier
  • 14. Reiner Glanz
  • 18. Florian Tischhart
  • 22. Peter Neugebauer
  • 25. Georg Klempa
  • 31. Michael Blaschek
  • 34. Moritz Kampelmühler
  • 44. Peter Mastnak

 

Video Highlights von den Trailsurfers


Masters Downhill Weltmeisterschaft, Andorra

Bevor die absolute Elite kommendes Wochenende die Strecke in Andorra herprügeln darf (oder umgekehrt), ließ sich die ältere Generation drüber. Johannes Hwang war der bestplatzierteste heimische “Senior” und schrammte mit Platz 4 in der Men 40-44 knapp am Podium vorbei. Max Schuster, unermüdlicher Downhill Warrior, holte sich Rang 5 in der Men 55-59. Andreas Viehböck hang mächtig am Gas und schaffte aus auf Platz 20 in der hart umkämpften Men 30-34, für die übrigens Greg Minnaar zu alt wäre. // Ergebnisse


Specialized Rookies Cup #2, Steinach (GER)

Marc Höll vom RC Kreuzer Racing lässt es heuer richtig krachen. Bei der Staatsmeisterschaft am Wurbauerkogel holte er sich bereits den Titel in der U17, vergangenes Wochenende legte er mit einem Sieg im Rookies Cup nach. Stark unterwegs war bei staubigen Bedingungen im deutschen Steinach auch Julius Gstrein. Der Local von der Teäre Line in Sölden holte sich bei seinem ersten Downhill-Rennen überhaupt gleich Rang 5 von 38 in der Youth U17 (lizenzfrei). // offizieller Rennbericht | Ergebnisse

Pro U17 male

  • 1. Marc Höll – RC Kreuzer Racing

Junior U19

  • 8. Maurice Steenwege – URC-Ötztal

Youth U17

  • 5. Julius Gstrein – URC Ötztal

U15 male/female

  • 15. Anton Samek – Bikepark Leogang

U13 male/female

  • 5. Noel Riegler – RC Kreuzer Racing – Bad Vöslau

Um das hier geht's. Foto (c) Racement / Sebastian Gruber

Selbstverständlich auch um die Zeit. Foto (c) Racement / Sebastian Gruber


Geil wird’s

Streckeneröffnungen

30.06.-02.07.: Es geht rund am ersten Juli Wochenende. Gleich vier neue Strecken im Land werden eröffnet. Den Anfang am Freitag macht das MTB Trailcenter auf der Hohen Wand Wiese bei Wien, welches aus dem Projekt der Wienerwald Trails hervorgegangen ist. Am Samstag eröffnen dann die Wexl Trails und der Bikepark Bikealps auf der Mariazeller Bürgeralpe und am Sonntag noch der neue Singletrail im Großarltal (Salzburg). Mehr dazu in den Streckenupdates.  // EÖ Trailcenter Hohe Wand | EÖ Wexl Trails | EÖ Bikepark Bikealps | EÖ Singletrail Großarltal

Video Teaser Wexl Trails

Wexl Trails. Mountainbiken am Wechsel. Familienaren St. Corona…

Wexl Trails. RIDE with a VIEW. Mountainbiking am Wechsel. St. Corona. Bucklige Welt.

Posted by Wexl Trails on Freitag, 16. Juni 2017


iXS German Downhill Cup #2, Brandnertal

30.06.-02.07.: Der iXS GDC im Brandnertal letztes Jahr ist vielen noch in bester Erinnerung. Würdige ÖM-Strecke, die viele reguläre GDC-Starter vor arge Herausforderungen stellte. Tschack Norris ist halt nicht für jeden was. Heuer ist das Rennen ein reiner GDC, der aber sicherlich einer der attraktivsten Stopps überhaupt ist. // Infos & Anmeldung

Video Course Preview Fabio Wibmer 2016


Downhill Weltcup #4, Andorra

01.07.: Beim Crankworx in Innsbruck durften sich die Cracks auf einer Mini-Version der Strecke aufwärmen, in Andorra geht’s jetzt auf dem richtigen Biest zur Sache. Richtig ruppig, richtig steil. Letztes Jahr holten Markus Pekoll (8.) und David Trummer (16.) ihre besten Weltcup-Platzierungen überhaupt. Wir drücken wieder die Daumen! ACHTUNG: Downhill Livestream schon am Samstag ab 13 Uhr, weil sonntags die Lycra-Fraktion startet. // Red Bull TV Livestream

Video Highlights 2016


Enduro World Series #5, Millau (FRA)

01.-02.07.: Die Enduro World Series stoppt noch einmal am alten Kontinent, bevor sie nach Übersee tingelt. Im französischen Millau trifft sich die Weltelite des Enduro-Sports. Aus heimischer Sicht geben sich Julian Hauer, Kevin Maderegger, Daniel Schemmel, Yana Dobnig (alle U21), Sebastian Rech, Benjamin Meier und Gerd Skant die Ehre. Außerdem hält neben Gerd auch Vid Persak (SLO) die Fahnen für das Grazer Team Dorrong Enduro hoch. // Infos | Startliste

Video Teaser Millau 2017

 

Christoph Berger-Schauer

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.