Intersport übernimmt Verantwortung

Christoph Berger-SchauerSzene

Thorsten Schmitz GF Intersport Österreich

Intersport Österreich GF Thorsten Schmitz. Foto (c) Intersport

Wer profitiert vom aktuellen Radl-Boom? Genau: Händler und Hersteller. Dass mit dem Verkauf eines Bikes nicht aller Tage Abend ist, hat Intersport Österreich erkannt und legt einen Bike Infrastrukturfonds auf.


480.000 Fahrräder sind 2020 in Österreich verkauft worden. Da wär sogar noch mehr gegangen, hätt’s keine Engpässe bei der Verfügbarkeit gegeben. Intersport hat sogar ein Plus von 30% bei den verkauften Stückzahlen notieren dürfen. Dank vieler E-Bikes katapultiert das den Umsatz noch um ein gutes Stück weiter nach oben.

Nur Fahrräder verkaufen, danke und tschüss sagen, das hat Intersport Österreich erkannt, ist ein bisserl zu wenig. Vor allem in einem Land wie dem unseren, wo die gesetzlichen Regeln sehr restriktiv sind. Immer mehr Mountainbikes bei wenig legalen Strecken läuft auf Konflikt hinaus. Da braucht man gar keinen Zukunftsforscher dazu, um das vorherzusehen. Intersport Österreich Geschäftsführer Thorsten Schmitz ist selbst ziemlich ambitionierter Biker (20 iXS Cups und 1 Crankworx hat er in seinem Portfolio stehen) und kennt die Problematik. Mit diesem Hintergrund hat er heute ein besonderes Engagement angekündigt: den Intersport Österreich Bike Infrastrukturfonds.

Man nimmt also Geld in die Hand, um das Rundherum für Mountainbiker in Österreich weiterzuentwickeln. Konkret geht’s darum Projekte zu fördern, die für mehr legale Strecken sorgen. Das können Pumptracks oder Trailcenter sein, die Wiederbelebung von kleinen Skigebieten zu Bikeparks oder die Legalisierung von Strecken. Je kreativer und je mehr Impact (z.B. Nachwuchsförderung, Infrastruktur für Einheimische), desto eher kriegt man was vom finanziellen Kuchen. Bewerben kann sich jede*r über die E-Mail-Adresse bikeinfrastrukturfonds@intersport.at

Verfügbarkeit, Firmenradl, Gravelbikes

Der Bike Infrastrukurfonds ist ein Puzzleteil in der „ganzheitlichen Strategie“ von Intersport für das Thema Fahrrad. Was noch dazu gehört und heute gesagt wurde? Elektrofahrräder machen rund ein Drittel des Marktes aus (160.000 Stück), E-Mountainbikes davon die Hälfte. 2021 rechnet man mit 40% mehr verkauften Rädern als im „Ausnahmejahr“ 2020 und dass man nicht die gesamte Nachfrage abdecken wird können. Der Einkauf ist aktuell mit den Vorbestellungen für 2023 beschäftigt. Fahrräder werden aufgrund der Liefersituation teurer. Gravelbikes sind ein anhaltender Trend. KTM wird ein Mullet-Kinderrad bringen. Und Intersport wird Bike-Reise-Anbieter. Außerdem hat man ein erprobtes Konzept für das Jobbike mit dem Namen Firmenradl fertig, das jedem Händler in ganz Österreich zur Verfügung steht. Mehr zum Thema Dienstfahrrad haben wir in diesem Artikel zusammengetragen.

Über den Author
Christoph Berger-Schauer

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.

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