Enduro World Series Startplatz

Christoph Berger-SchauerRennen

EWS Enduro World Series Irland Kevin Maderegger

Die Enduro World Series ist das allerhöchste an Rennlevel, das die Disziplin zu bieten hat. Im Gegensatz zu Formel 1 oder auch Downhill, hat sie sich aber eine sympathische Eigenschaft bewahrt: man kann als komplette Hobbette gegen seine Idole antreten. Jedes Jahr wird’s aber einen Tick schwerer. Wie man an einen Startplatz neben Sam Hill und Cecile Ravannel kommt, erklären wir hier.

Schritt 0: Punkte sammeln

Wir haben’s geahnt: die EWS wird elitärer. Wer sich mit den komplettesten Mountainbikern auf ein und derselben Ergebnisliste verewigen will, der hätte letztes Jahr vorbauen müssen. Denn 2019 werden nur mehr Fahrer zugelassen, die auf der Reserve Rider List stehen. Sprich jene, die letztes Jahr fleißig Punkte bei Enduro World Series oder EWS Qualifier Events gesammelt haben. Folgende Österreicher haben’s auf die Liste geschafft:

Kein Wunder bei großen Starterfeldern und noch größeren Leistungsunterschieden. Den Kopf braucht man aber nicht in den Sand zu stecken, denn mit den neu geschaffenen EWS100 und EWS80 Events sind die Möglichkeiten nicht erschöpft. Mehr dazu weiter unten.

Was ist eine Reserve Rider List?

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Schritt 1: Kalender checken

Das allerwichtigste: rechtzeitig Urlaub beantragen. Bekommt man keinen Startplatz, kann man sich immer noch mit Motorsäge und Lenker-Felgen-Kombi als Fan an den Streckenrand stellen. Viel bitterer wär‘, wenn man den Zuschlag bekommt, der Chef aber den Urlaub nicht genehmigt. Folgende Daten (vielleicht nicht gleich alle) wären in den Urlaubsantrag zu übertragen:

  • 24. März 2019 | Rotorua, Neuseeland
  • 31. März 2019 | Derby, Australien
  • 11. Mai 2019 | Madeira, Portugal
  • 29. Juni 2019 | Canazei, Italien
  • 6. Juli 2019 | Les Orres, Frankreich
  • 11. August 2019 | Whsitler, Kanada
  • 24. August 2019 | Northstar, USA
  • 21. September 2019 | Zermatt, Schweiz
  • 28. September 2019 | Trophy of Nations

Wer’s ganz komfortabel will: im LINES Gravity Kalender 2019 stehen schon alle Termine. Den kann man auch für’s Handy abonnieren.


Schritt 2: EWS100

Nicht jeder Reserved Rider und nicht jedes EWS Team machen von all ihren möglichen Startplätzen bei jedem Rennen Gebrauch. Die Plätze die übrig bleiben gehen heuer an Teilnehmer der EWS100. Sozusagen ein Rennen im Rennen. Gleiche Strecke, gleicher Tag, nur die Startzeit kann man sich quasi aussuchen. Ob EWS100-Fahrer gleich gewertet werden (und Punkte bekommen) wie die Enduro World Series-Starter wird sich erst mit Erscheinen des neuen Regelwerks entscheiden. Die Zeichen stehen aber eher auf „No“.

Die Anmeldung für die EWS100 wird im Dezember geöffnet und erfolgt nach dem „First come, first serve“-Prinzip.


Schritt 3: Wildcard

Nicht auf der Reserved List und keine Lust auf EWS100? Dann sollte man sich um eine Wildcard bemühen. 20 Stück werden pro Event vom jeweiligen Rennorganisator an „Local Heros“ ausgegeben. Bewerben kann man sich dafür nicht. Gute Resultate bei Rennen im Austragungsland werden aber sicher nicht schaden.


Schritt 4: Abspecken

Fit muss man für ein EWS-Rennen sowieso sein. War man mit Schritt 1-3 allerdings nicht erfolgreich, so bleibt noch die EWS80. Die ersetzt nämlich die Challenger Races. Wie der Name verrät werden rund 80% vom ursprünglichen Kurs – am Tag vor dem eigentlichen Rennen – bewältigt. Ob es bei jedem Stopp ein EWS80-Rennen geben wird ist noch unklar. Aktuell stehen sie für Australien, Kanada und die USA im Kalender.

EWS Irland Cube Action Team Daniel Schemmel

Viel Glück! Foto (c) Claus Wachsmann

Über den Author
Christoph Berger-Schauer

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.

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