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Wochateiln – KW 24/2016

Das Wetter ist schön, Radl gefahren wird überall – kurz: die Saison ist in vollem Gange. Weil’s in dieser geschäftigen Zeit passieren kann, dass man vor lauter Events den Überblick verliert, braucht’s Strukturen. Darum gibt’s das LINES Wochateiln. Mitten unter der Woche erinnern wir uns an das letzte Wochenende zurück und freuen uns gleichzeitig auf’s nächste. Prost!

 

Geil war’s

UCI Mountain Bike Downhill Weltcup #4, Leogang

Während die Weltcup-Pros von Strecken wie Val di Sole und Lourdes schwärmen, steht Leogang nicht ganz oben auf ihrer Bucket-List. “Too bikeparky”, kam da in der Vergangenheit oft, wenn man sie auf den einzigen Weltcup-Stopp in Österreich ansprach. Die 2016er Ausgabe des Downhill Weltcups in Leogang ist jetzt geschlagen und man kann eines mit Sicherheit behaupten: Leogang war alles, nur nicht fad. Die Bikepark-Crew hat sich alle Mühe gegeben, um ein spannendes Rennen auf die Beine zu stellen. In der oberen Hälfte verschwand der Wald, dafür säumten Schnitzereien mit den bisherigen Siegern die Strecke. Kein Wald bedeutet auch mehr Matsch. Gepaart mit jeder Menge Wurzeln stellte diese Stelle ausnahmslos alle Fahrer auf die Probe. Ein weiteres Highlight – zumindest für die Zuschauer – war der massive Zielsprung. Minimum 20 Meter Flugweite waren für eine angenehme Landung erforderlich. Für Mick Hannah war das im Finale genügend Zeit für einen Suicide No-Hander. Apropos Zuschauer: Das war heuer Skirennen-Niveau. Toll zu sehen, dass so viele den Weg nach Leogang gefunden haben. Wie die meisten mitverfolgt haben, war das Rennen spannend bis zum Schluss. Aaron Gwin siegte abermals, nachdem er in der oberen Hälfte bereits zurücklag. Loris Vergier vertrat seinen verletzten Teamkollegen Loic Bruni mit Platz 2 stattlich, noch vor Troy Brosnan. Bei den Damen holte Rachel Atherton Sieg #10 in Serie, vor Tahnee Seagrave und Miranda Miller.

 

Für die Österreicher lief’s leider an diesem Wochenende überhaupt nicht nach Wunsch. Die rot-weiß-rote Misere begann bereits am Quali-Tag. 5 Junioren brannten darauf sich zu qualifizieren und mindestens Moritz Ribarich hatten wir als sicheren Tipp für’s Finale gesetzt. Doch richtig schwierige Verhältnisse forderten Opfer: Moritz nahm gleich drei Bodenproben, ebenso wie Markus Daxbacher. Sandro Partell war der schnellste heimische Junior auf Rang 37. Bei den Elite Herren lief es nur wenig besser. Von 11 Österreichern qualifizierten sich nur zwei für den Heimweltcup: Manuel Gruber als 23. und Markus Pekoll als 26. David Trummer stürzte weit oben und riss sich das Schaltwerk ab. Boris Tetzlaff verpasste als 84. das Finale um eine Sekunde, Peter Mihalkovits um zwei Sekunden – und das obwohl er zwei Überholmanöver auf der Strecke zu erledigen hatte. Am unglücklichsten traf es Manuel Widmann: vier gebrochene Rippen sind sein Ergebnis aus Leogang.

 

Am Finaltag drückten wir für die verbliebenen Österreicher die Daumen fester denn je. Das half allerdings wenig. Markus Pekoll fuhr lt. eigener Aussage zu ungenau und rutschte mit dem Hinterrad im gerodeten Wald aus. Später verdrehte ihm eine versetzte Streckenbegrenzung noch die Bremse, sodass er stehenbleiben und Zuschauer um einen Inbusschlüssel bitten musste. Manuel Gruber blieb zwar aufrecht, machte aber zuviele kleine Fehler und kam schlussendlich hinter Steve Peat auf Rang 55. // Resultate | Highlights | Red Bull TV Replay

Men Juniors (Quali)

  • 37. Sandro Partell
  • 41. Moritz Ribarich
  • 50. Sebastian Pirker
  • 55. Andreas Persterer
  • 56. Markus Daxbacher

Men Elite (Quali)

  • 23. Manuel Gruber
  • 26. Markus Pekoll
  • 84. Boris Tetzlaff
  • 93. Peter Mihalkovits
  • 115. Andreas Kolb
  • 116. Fabio Wibmer
  • 119. Pascal Engel
  • 140. Hannes Bichler
  • 144. André Vögele
  • 156. David Trummer
  • DNF Manuel Widmann

Men Elite (Finale)

  • 55. Manuel Gruber
  • 82. Markus Pekoll

Die erste der drei Ribarich'schen Detonationen. Foto (c) Klemens König

Manuel Gruber am fetten Zielsprung. Foto (c) Klemens König


26TRIX, Leogang

Leider gibt’s auch beim zweiten Event des Out of Bounds – dem 26TRIX – aus heimischer Sicht wenig Erfreuliches zu berichten. Eric Walenta muss mit Sprunggelenksverletzung noch pausieren. Dafür versuchten sich Peter Kaiser, Markus Saurer, Daniel Ruso und Enzo Souza Haberl im riesigen Feld aus 42 Pre-Qualifikanten. Der verregnete Donnerstag hatte zur Folge, dass lediglich ein paar wenige Trainingsruns am Freitag am Programm standen, bevor die Jungs ihr Potenzial abrufen mussten. Für Enzo endete das mit einem doppelten Schlüsselbeinbruch. Daniel Ruso hatte Pech mit abgezogenem Hinterreifen. Peter Kaiser hatte kleinere Fehler in seinem Run, zeigte als krönenden Abschluss noch einen Cork 720 am letzten Sprung. Markus Saurer hielt es am längsten spannend, ging aber im zweiten Run zu Boden. Um das Ausscheiden in der Pre-Quali in Relation zu setzen: Kapazunder wie Red Bull-Athlet Pavel Alekhin oder BMX-Star Drew Bezanson kämpften ebenfalls um einen der 12 Plätze. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage wurde die Quali von Freitag Abend als Endergebnis gewertet und weder Samstag noch Sonntag am Kurs gefahren. Den Sieg holte sich Diego Caverzasi (ITA), vor Vorjahressieger Antoine Bizet (FRA) und Mehdi Gani (FRA). // Resultate | Winning Run | Highlights

Resultate

  • 41. Peter Kaiser – Morpheus Bicycles
  • 43. Markus Saurer
  • 57. Daniel Ruso

Absolut geniale Momentaufnahme von Peter Kaiser. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Markus Saurer mit neu wiedergelerntem Trick. Foto (c) Friedrich Simon Kugi


iXS Swiss Downhill Cup #1, Morgins

Stell dir vor es ist Weltcup in Leogang und Stevie Schneider und Erich Wieland gehen nicht hin. So passiert im Jahr 2016. Eine kleine Abordnung hat sich nämlich pünktlich zum Heimweltcup in die Schweiz verirrt, um dort bei “interessanten” Bedingungen einen Swiss Downhill Cup zu fahren. Vielleicht war die Wettervorhersage für Leogang einfach zu heiter, anders können wir uns die Entscheidung fast nicht erklären. // Resultate | offizieller Rennbericht

Ergebnisse

  • 35. Erich Wieland
  • 70. Stevie Schneider – FOOL ARMY
  • 77. Daniel Schwerzler – Bikepark Brandnertal Team Vorarlberg
  • 87. Andreas Groß – Freeride- & Downhillverein Vorarlberg

”Im


Crankworx Europe, Les Gets

15.-19.06.: Quasi die internationale Gegenveranstaltung zu den Gravity Games: das Crankworx Europe. Etwas größer, etwas prominenter besetzt, aber ansonsten fast gleich. Von Erich Wieland und Stevie Schneider wissen wir seit letztem Wochenende, dass sie gerne in die Ferne schweifen, weshalb wir sie auch auf der Startliste in den französischen Alpen finden. // Crankworx Les Gets Webseite | Facebook-Event CW Les Gets


Opening BikeRepublic Sölden

18.-19.06.: Sölden im Ötztal hat sich in den letzten Jahren biketechnisch unglaublich gemausert. Letztes Jahr wurde die 130 Kurven lange Teäre Line fertig gestellt, im Herbst noch der Grundstein für die Zaahe Line gelegt und zum Opening der BikeRepublic gibt’s jetzt noch die Eebme Line. Neben neuen Strecken wird am Eröffnungswochenende volles Programm für alles und jeden geboten. // Facebook-Event Opening BikeRepublic | Webseite Opening BikeRepublic | Facebook-Seite BikeRepublic

Foto (c) BikeRepublic Sölden


SloEnduro 4Fun #5, Krvavec

19.06.: Nach dem ziemlich heftigen “4Fun”-Stopp beim Enduro Gradec am Schöckl sollte es in Krvavec wieder etwas gemäßigter zugehen. Im Bike Park Krvavec stehen zwei Stages am neuen “Pussy Trail” auf dem Programm. Innerhalb von 4 Stunden kann man seine schnellste Zeit in den Waldboden brennen. ACHTUNG: Es wird die schnellste Zeit aus der Summe der beiden Stages im gleichen Lauf gezählt! // Event-Info & Anmeldung | Startliste | Facebook-Event Enduro Krvavec

Video Pussy Trail

 

Christoph Berger-Schauer

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.