Skip to main content

Runder Tisch

Foto (c) Friedrich Simon Kugi

 

Obwohl bei der Siegerehrung bereits kräftig Bier geflossen ist (nicht nur von der Flasche in den Mund), war bei der anschließenden Diskussion mit ÖRV-Gravity-Koordinator Bernd Kindermann volles Haus. Idee war es, ein Treffen ins Leben zu rufen, wo sich alle Beteiligten über möglich Missstände, Missverständnisse, Ideen, usw. austauschen konnten. Gekommen ist quasi die gesamte, im Brandnertal anwesende heimische Gravity-Fraktion. 50 Leute, vom ÖRV-Rennleiter, Weltcup-Racer, Rennveranstalter, Teammanger, Hobby-Athleten, Rookie bis hin zu den Rennfahrer-Eltern. Über zwei Stunden wurde diskutiert.

Herauskristallisiert haben sich vor allem zwei Missstände im Downhill-Sport hierzulande: Einerseits die fehlende Kommunikation. Weder, dass keine ÖM-Wertung für Amateure im Brandnertal stattfindet, noch, dass in zwei Wochen der erste Stopp des Downhill Cup Innsbruck am Programm steht, war den meisten Anwesenden bekannt. Andererseits die fehlenden Hobby-Rennen und -Klassen. Ohne breiter Masse keine nationalen Rennen und keine Spitzenathleten.

Der Ruf nach der früheren “Fun Class” und kleineren Rennen kam des Öfteren von verschiedenen Seiten. Julian Neubauer erklärte, dass er am Semmering und in Mautern den Einstieg in den Rennsport fand, Markus Pekoll lernte bei derartigen Rennen das Siegen. Bernd Kindermann erklärte, dass sich die nationale Rennserie deshalb mehr und mehr auflöste, weil sich der iXS Downhill Cup über die Jahre stärker etablierte. Früher gab es eine nationale Rennserie und darüber den Weltcup, heute hat der Europacup die nationale Rennserie abgelöst. Dennoch bleibt der Wunsch nach einem österreichischen Downhill Cup aufrecht, weil sonst die “Watschn” im iXS EDC riesig ist, wie es Nachwuchs-Racer Sandro Partell ausdrückt. Er wünscht sich mehr Rennen wie das GlemmRide oder die Worldgames in Saalbach Hinterglemm.

Weitere Diskussionspunkte waren die fehlenden Tageslizenzen, die Schwierigkeiten einen Verein beim ÖRV anzumelden, Kosten der Rennorganisation und viel diskutierte Entscheidungen wie die Austragung der Downhill ÖM 2015 auf der Nordkette.

Wie geht’s weiter?

Auf Vorschlag von Markus Pekoll hin, wird sich eine Gruppe aus verschiedensten Leuten (Hobby-Athlet, Weltcup-Racer, Veranstalter, etc.) zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenfinden, möglichst bald treffen und einerseits ausarbeiten, wie wieder eine nationale Rennserie geschaffen werden kann bzw. wo man mit dem Sport in 5 Jahren stehen soll. Wer sich an der Mitarbeit beteiligen oder seine Ideen einbringen möchte, der meldet sich direkt bei Bernd Kindermann: bernd.kindermann@radsportverband.at

Volles Haus beim runden Tisch im Brandnertal. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Christoph Berger-Schauer

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.