Wie oft ist Schlamm teilbar?

Christoph Berger-SchauerGeil wars, Rennen

Fotos: Friedrich Simon Kugi

Dieser Frage gingen wir am Samstag beim Lakeside Race 06 nach.


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LOOK Trail Fusion

Nach einem sehr umfangreichen Experiment können wir sagen: mit hoher Wahrscheinlichkeit ist Schlamm unendlich oft teilbar. Denn selbst bei 70 Startern und etlichen Läufen waren wir nicht bei Null Schlamm angelangt. Eher im Gegenteil: Beim auner Austrian Gravity Series Season Ender schien die Gatschmenge zuzunehmen.

Zu nahm auch der Spaß. Die Dirty Trail Friends hatten am lieblichen Skilhang in Oberaschau einen richtig lässigen Dual Slalom Parcours ausgesteckt und mit zwei Holzsprüngen versehen. Ersterer forderte im Laufe des Tages Trial oder Ninja Drop Skills, denn oft betrug die Take off-Geschwindigkeit 0 km/h. Richtig gut hinbekommen haben die Dirtys die Gleichheit der Kurse. Ob links oder rechts – niemand konnte bis zum Ende sagen, welcher der Schnellere war. So war’s auch egal, dass der Re-Run-Modus aus zeitlichen Gründen gecancelt werden musste.

Viel Gatsch und ab Trainingsende auch Ruts.

Punkte für die auner Austrian Gravity Series gab’s bekanntlich keine mehr. Der Tagessieg wurde trotzdem nicht leichtfertig vergeben. Bei den Jungen gewann Felix Fasl still und heimlich Runde um Runde und bezwang im Finale die richtig stark fahrende Rosa Zierl. Paul Schmidinger holte sich nach einem Gatsch-Bad im Halbfinale noch den dritten Platz.

Bei den Großen gab’s eine kleine Sensation. Die einhellige Meinung der Teilnehmer*innen war nach den ersten Trainingsläufen klar: Manuel Widmann wird dieses Lakeside Race gewinnen. Er war optisch der flotteste und zog seine eigenen Linien, wo alle anderen herumeierten. Doch er patzte im Halbfinale und das öffnete die Tür für den späteren Sieger: Julian Neubauer. Auf einem 26 Zoll Giant aus den frühen 0er Jahren unterwegs gewann er Lauf für Lauf und wies im Finale Masters-Maschine Jörg Neuhart in die Schranken.

Manuel Widmann (rechts) fuhr extrem stark, patzte aber im Halbfinale. Im kleinen Finale gegen Markus Hauer (links) hatte er wieder die Nase vorn.

Im Anschluss an das gatschigste aller Lakeside Races wurden nicht nur Bikes gewaschen, sondern die auner Austrian Gravity Series Gesamtsieger mit edlen Pokalen und Sachpreisen gewürdigt, darauffolgenden die Rennsieger geehrt und dann bis in die Nacht hinein gefeiert.

Jörg Neuhart fuhr den ganzen Tag stark, hatte aber kein Rezept gegen Julian Neubauer.

Wir gratulieren den auner Austrian Gravity Series Gesamtsiegern 2022
Über den Author

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.

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