Foto: Carina Kofler / Region Villach Tourismus
2026 gibt’s wieder eine Enduro ÖM!
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In einer Zeit, in der der Enduro Weltcup eingestampft wird, sind das die schönsten Neuigkeiten überhaupt: es gibt 2026 eine Enduro ÖM. Seit 2023 fahren Hanna Steinthaler und Kevin Maderegger mit ihren rot-weiß-roten Ärmeln umeinander (zumindest theoretisch), denn seit dem Rennen vor drei Jahren in Kirchberg in Tirol hat’s keine österreichische Enduro-Meisterschaft mehr gegeben.
Das ist aber alles Vergangenheit. Jetzt ist es wichtig sich den 10. und 11. Oktober freizuhalten. An diesem Wochenende findet die Enduro ÖM 2026 am Faaker See in Kärnten statt. Anmelden kann man sich dafür ab sofort.
Wo wird gefahren?
Start und Ziel sind im Camping Anderwald am Faaker See. U13 bis U17 starten bei der Burg Finkenstein. Von dort wird’s eine Runde durch das Trailcenter Faaker See beim Baumgartnerhof gehen. 1.500 Höhenmeter, 42 Kilometer und 6 Stages für die längste Runde. Die U13 fährt 4 Stages, U15 und U17 5 Stages, E-Bikes bekommen eine Uphill-Stage dazu. Wer die Lokalitäten kennt: Lift sucht man hier vergeblich, es wird – komplett ehrlich – zum Selbertreten. Den genauen Streckenverlauf kennen wir noch nicht. Der wird ab 18. September veröffentlicht. Aufgrund der vorhandenen Trails ist aber davon auszugehen, dass es ein Mix aus naturbelassenen, technischen und gebauten Strecken wird. Auf jeden Fall sollte sich eine sehr würdige Enduro ÖM ausgehen.
Wer darf mitfahren?
Jetzt kommt’s: alle! Wurscht ob jung oder alt, lizenziert oder unlizenziert, mit oder ohne Motor. Im Wesentlichen wird das Rennen in zweieinhalb geteilt.
Alle ab dem Jahrgang 2014 mit Lizenz treten um bei der offiziellen Enduro ÖM an. Die Klassen in denen Titel vergeben werden sind U13 m/w, U15 m/w, U17 m/w, U23/Elite m/w, Masters m/w, Amateure m/w und Junioren m/w.
Alle ohne Lizenz ab dem Jahrgang 2009 matchen sich auf dem gleichen Kurs, allerdings unter dem Renntitel „lake.bike Enduro Finals“. Die Klassen sind hier: Amateure m/w in versch. Altersklassen, Junioren m/w. Alle Kategorien gibt’s sowohl mit und ohne E-Motor. Um hier startberechtigt zu sein, muss man entweder eine gültige Cycling Austria Member Card vorweisen können oder belegen, dass man selbst über ausreichend Versicherungsschutz verfügt. Im Cycling4all Reglement ist das folgendermaßen festgeschrieben:
15.01.13
Jede/r Teilnehmer:in muss im Voraus sicherstellen, dass er/sie über einen ausreichenden Versicherungsschutz, in Form einer Lizenz oder Cycling Austria Member Card, verfügt. Teilnehmer:innen ohne Lizenz oder ohne Cycling Austria Member Card müssen einen Versicherungsschutz für die Bereiche Unfall, Todesfall, bleibende Invalidität und Haftpflicht für das Ereignis/die Veranstaltung, im ausreichenden Ausmaß jedoch zumindest in Höhe der Lizenz-Mindestversicherungssummen, vorweisen können.
Die relevanten Deckungssummen für die nationale ÖRV-Lizenz sind aktuell folgende:
- Unfalltod: € 10.000,-
- Unfallrente ab 50% Dauerinvalidität: mtl. € 500,-
- Such-/Bergungskosten: € 20.000,-
- Haftpflichtschutz je Ereignis: € 1.500.000,-
Was brauche ich um mitfahren zu können?
Neben dem soeben genannten Versicherungsschutz ist ein Startgeld von € 49,- (U13-U17) bzw. € 69,- fällig. Nachnennung (9.10. 16-19 Uhr, 10.10. 7-9 Uhr) kostet € 15,- extra. Wer sich bis zum 6. Oktober um 23:59 Uhr online anmeldet, erspart sich die.
Außerdem braucht man folgende Schutzausrüstung:
- Vollvisierhelm bzw. Helm mit Kinnschutz
- Knieprotektoren
- Rückenprotektor
- Trikot mit zumindest kurzen Ärmeln
- Handschuhe (empfohlen sind Vollfingerhandschuhe)
- nur für U13, U15 & U17: Ellbogenprotektoren
Wer sind die Favoriten?
Gute Frage. Wir hatten schon lange keine Enduro ÖM mehr, geschweige denn überhaupt nationale Rennen.
Vorausgesetzt es treten alle an, wird’s bei den Damen ein heißes Rennen zwischen Hanna Hüttenmeyer und Lisa Mitterbauer. Sie sind die stärksten heimischen Vertreterinnen im Enduro-Weltcup (Hanna mit einem 13. Platz in Leogang heuer). Dass die aktuelle Titelträgerin Hanna Steinthaler nochmals antritt, ist eher unwahrscheinlich, da sie ihre Enduro-Karriere beendet hat. Cornelia Holland, zweimalige ÖM-Siegerin und zweimalige -Zweite, ist auch ein ganz heißer Tipp für den Titel.
Bei den Herren hat Valentin Frey die besten Karten. Einerseits wegen Heimvorteil, andererseits wegen den besten EDR-Ergebnissen aus österreichischer Sicht (quasi immer Top 70). Wen man bei ÖMs nie abschreiben darf, wurscht ob Enduro oder Downhill, das ist Kevin Maderegger. Er ist Titelverteidiger und amtierender Staatsmeister im Downhill. Außerdem gibt’s die Riege an rot-weiß-roten EDR-Startern, die vorne mitreden will, wie z.B. Bernhard Samek, Michael Pfuisi, Julian Auer und Florian Tischhart.
Zeitplan
Freitag, 9.10.
- 16:00 – 20:00 Uhr | Rennbüro See offen
Samstag, 10.10.
- 07:00 – 12:00 Uhr | Rennbüro See offen
- 10:00 – 17:00 Uhr | alle Stages offen für Training
- 18:00 – 20:00 Uhr | Riders Meet & Greet
Sonntag, 11.10.
- 07:00 – 10:00 Uhr | Rennbüro See offen
- 08:30 – 09:00 Uhr | Riders Info ohne Lizenz
- 09:00 – 10:00 Uhr | Start ohne Lizenz
- 10:00 – 10:30 Uhr | Start ohne Lizenz E-MTB
- 10:00 – 10:30 Uhr | Riders Info ÖM
- 10:30 – 11:00 Uhr | Start ÖM
- 10:30 – 15:00 Uhr | Feed- & Techzone Rennbüro Berg
- 17:00 – 18:00 Uhr | Siegerehrung
Das hintere Drittel scherzt – zu recht – dass die Enduro ÖM ein bissl wie Olympia ist: Sie findet nur alle vier Jahre statt. Darum unser Appel: Melde dich an. Viele Starter*innen sind das stärkste Signal an Veranstalter und Verband, dass wir eine Enduro ÖM haben wollen. Der Mitmach-Gedanke kann ruhig Olympisch sein, die Austragungsintervalle sollten es nicht sein. In diesem Sinne: Wir sehen uns am Faaker See!
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