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Downhill ÖM 2016

Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Update, 27.06.2016

Streckentechnisch war die Downhill ÖM im Bikepark Brandnertal top. Tschack Norris verpasste zwar einigen einen Roundhouse Kick, doch selten war ein so kompletter Abfahrer bei einer Meisterschaft gefordert wie hier. Oben: Wurzelteppich an Wurzelteppich, schön rutschig vom Regen der Vortage, unterbrochen nur von tiefen Schlammlöchern. Dazwischen gespickt mit fetten Sprüngen wie Roadgaps, Step Ups und Gap Jumps. Nur um dann wieder in Wurzeln zu landen. Unten raus gab’s, um auf die Downhill-adäquate Airtime zu kommen, eine schöne Moto Section. Alles in allem selektiv. Die GDC-Teilnehmer ächzten.

Wurzeln, soweit das Auge reichte. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Da steht ein Gap Jump im Wald. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Schon in den Tagen zuvor drückte sich der Regen um die Meisterschaftslocation herum und schlug immer wieder unerwartet zu. Pünktlich zum ÖM-Finale um 17 Uhr sagten die Wetterfrösche Regen an. Die ersten Fahrer kamen ins Ziel, Wolken brauten sich zusammen, doch es blieb trocken. Die ersten Meister wurden gekürt – Florian Gerns, U17; Moritz Ribarich, U19; Benedikt Purner, Masters – noch immer kein Tropfen. Die Herren Elite machte sich auf den Weg. Schladming-Überraschung Manuel Schretter legte vor, Fabio Wibmer übertrumpfte prompt mit einem Fabellauf. Erich Wieland, noch immer lediglich nass vom Schweiß, schob sich zwischen die beiden. Und plötzlich, als hätte Petrus einen Schalter umgelegt, öffnete sich der Himmel. Die Top 8 standen am Start, während sich bereits kleine Bäche durch’s Fahrerlager ihren Weg bahnten. Keine 10 Minuten nach Fabio’s Lauf schlitterten die Favoriten über die Strecke. Kolb rutschte im Zielhang aus. Tetzlaff ging zu Boden. Pekoll ebenso. Trummer konnte an seinem Trikot nicht festhalten. Nur Manuel Gruber schien der Regen relativ wenig zu machen. Mit superber Leistung zu Rang 2, da darf man schon “Regenstaatsmeister” sagen. Fabio – erstmals in seiner Karriere überhaupt am Hot Seat – konnte sein Glück kaum fassen und wollte sich selbst beim Feiern nicht von seinem rot-weiß-roten Trikot trennen. Mindestens ebenso gefeiert wurde der dritte Platz des “schnellsten 40-Stunden-Hacklers” Erich Wieland.

Neuer Staatsmeister: Fabio Wibmer. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Alter Staatsmeister: David Trummer. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Wermutstropfen bei den Damen: Da sich Lisa Kreuzer im Abschlusstraining verletzte und Birgit Braumann abreiste, da sie aufgrund ihres Starts bei der Masters-WM keine Elite Punkte sammeln durfte, blieben zu wenige Damen für eine offizielle ÖM-Wertung. Wir merken uns trotzdem, dass Simone Wechselberger, vor Helene Valerie Fruhwirth und Kathrin Wutte, die Schnellste an diesem Tag war.

Alles in allem eine sehr gelungene ÖM, top organisiert, auf anspruchsvoller Strecke und vielleicht mit dem schönsten Panorama, das wir je bei einer Staatsmeisterschaft hatten. Einzigartig: durchgehend “positive Vibes” und geschmeidige Beschallung von den Liftlern der Bergstation, dem Mountain Reagge Radio. // Resultate

Panorama-Staatsmeister Brandnertal. Foto (c) Friedrich Simon Kugi

Immer gut drauf: Die Jungs vom Mountain Reagge Radio an der Bergstation. Foto (c) Friedrich Simon Kugi


Update, 15.06.2016

Soeben haben wir von Bernd Kindermann, für die Gravity-Disziplinen im ÖRV verantwortlich, die Bitte erhalten, folgende Info nochmal klarzustellen: Am Samstag fahren alle Österreicher die ÖM. Einen Seedingrun gibt es davor nicht, die Startreihenfolge erfolgt nach UCI-Punkten bzw. wenn jemand keine Punkte besitzt wird ihm eine Startnummer zugeteilt. Die ÖM wird als Seedingrun für das Rennen am Sonntag (iXS GDC) gewertet. Alle Österreicher können somit zwei Rennen an einem Wochenende fahren.


Es steht bereits seit einigen Monaten fest: Die Downhill Staatsmeisterschaft 2016 findet am 25. Juni im Bikepark Brandnertal statt. Und das wird einige freuen. Denn die Streckenlänge der ÖM von 2015 zu 2016 verringert sich damit auf rund ein Drittel. Am Bürserberg wartet nicht nur ein leicht modifizierter “Tschak Norris” auf die Teilnehmer, sondern auch eine top motivierte Bikepark Brandnertal Crew.

So lange wie die Location bekannt ist, so lange weiß man auch, dass die ÖM am gleichen Wochenende mit einem German Downhill Cup ausgetragen wird. Brandnertal Crew-Oberhaupt Michael Marte hat sich im Vorfeld einige Gedanken gemacht, damit die Meisterehren nicht in der germanischen Überzahl untergehen: “Beim Seeding Run startetn die österreichischen Teilnehmer zum Ende und dieser Lauf ist gleichzeitig der Rennlauf für die ÖM – und Seeding für den German Cup am Sonntag. Ich denke dass es ein geniales Rennwochenende mit einem bunt gemischten Fahrerfeld sein wird. Zudem wird es am Samstag nach der ÖM eine feine Ridersparty geben.” Um Engpässe am Lift erst gar nicht entstehen zu lassen, ist zudem der gesamte Bikepark an diesem Wochenende ausschließlich für den Rennbetrieb geöffnet.

Wichtige Infos

Anmeldung

Erfolgt über die Seite des iXS Downhill Cups: http://www.ixsdownhillcup.com/de/Rennen/2016/GDC/Brandnertal

Österreichische Fahrer können mit dieser Anmeldung an beiden Rennen (ÖM & iXS GDC) teilnehmen. Wichtig: schnell sein. Der Andrang bei iXS Cup-Rennen ist hoch, es gilt “first come, first serve”!

Lizenz

Die ÖM ist nur für Lizenzklassen.

Nenngebühr

€ 60,-

Strecke

Tschack Norris, 3.000m, 300hm

Bikepark Brandnertal

Startet ab 5. Mai in die Saison – dann kann man die ÖM-Strecke gleich mal testen. www.bikepark-brandnertal.at

Christoph Berger-Schauer

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.