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SloEnduro 2016

Yana Dobnig und Gerd Skant durften des Öfteren Podiumsluft schnuppern. Foto (c) SloEnduro.

 

Vergangenes Wochenende ging die ziemlich extensive SloEnduro Saison 2016 zu Ende. Das Rennen im kroatischen Groznjan brachte die finalen Entscheidungen in der Gesamtwertung. Wir blicken zurück auf eine populäre Rennserie im Süden Österreichs mit etlichen Highlights für heimische Enduristen. // SloEnduro Gesamtwertungen | SloEnduro Webseite | SloEnduro Facebook

SloEnduro

16 Rennen in fünf Ländern – 10 Events der leichteren 4Fun-Series, 6 des anspruchsvollen Hauptcups. Die SloEnduro-Serie trug für 2016 ganz schön auf und füllte zum Teil das Loch, welches das plötzliche Aus der European Enduro Series in Mitteleuropa hinterließ, wie man an hochkarätigen Startern à la Vid Persak, Daniel Schemmel oder Matthias Stonig sehen konnte. Erstmals wurden Events in Österreich und Ungarn ausgetragen. Die Starterzahlen bewegten sich zwischen 50 und knapp 200 Starter pro Event. Für uns definitiv ein Highlight: die 116 Fahrer bei apokalyptischen Wetterbedingungen beim Enduro Gradec am Schöckl.

Yana Dobnig

Perfekt lief die erste Enduro-Saison von Yana Dobnig. Die 17-jährige Kärntnerin vom RLM Mondraker Team wechselte 2016 vom Cross Country und sicherte sich bereits einige Rennen vor Schluss die Gesamtwertung sowohl in der SloEnduro-Serie als auch in der 4Fun-Serie. Siege in Merjasec, Matadown, Kranjska Gora, Soca und Kamnik gehen auf ihr Konto.

Yana Dobnig beim Prolog in Kamnik. Foto (c) SloEnduro

Gerd Skant

Wie am Schnürchen lief es auch für den Grazer Gerd Skant. Nach der Enduro-Auftaktsaison 2015 mit SloEnduro-Gesamtrang 8 standen heuer alle Zeichen auf Angriff. Besonders mit Fortschreiten der Saison war Gerds Zeit angebrochen. Beim Soca Enduro verschenkte er noch den Sieg, weil er als Führender in der Zielkurve ausrutschte. Dafür schlug er dann beim vorletzten Stopp, dem Enduro Kamnik zu und holte sich die Führung in der Gesamtwertung. Erst im beim letzten Rennen in Groznjan schaffte es Sloweniens schnellster Endurist Vid Persak Österreichs Enduro-Staatsmeister in einem offenen Schlagabtausch den Titel abzuluchsen. Platz 1 für Persak, Platz 2 für Skant – im Rennen sowie in der Gesamtwertung.

Gerd Skant am Weg zu seinem ersten SloEnduro-Sieg. Foto (c) SloEnduro

Petra Bernhard

Richtig gefreut hat uns, dass wir Petra Bernhard wieder regelmäßig zurück im Renngeschehen gesehen haben. Die SloEnduro-Serie taugt der Steirerin offensichtlich. Beim 4Fun Enduro Gradec, Enduro Cerkno, Black Hole und zum Finale in Groznjan stand sie ganz oben am Podium und holte sich damit Rang 2 in der SloEnduro-Gesamtwertung und Platz 3 in der 4Fun-Series. Da sind wir mal auf das Duell mit Yana im nächsten Jahr gespannt!

Petra Bernhard ist definitiv zurück im Renngeschehen. Foto (c) SloEnduro

Bernd Dorrong

Ins Fahren gekommen ist auch Bernd Dorrong. Die Ergebnislisten der Masters 1-Klasse konnte man nicht durchschauen ohne über seinen Namen zu stolpern. Etliche Podiumsplätze und konstant gute Platzierungen brachten ihm Platz 2 in der SloEnduro Masters 1-Gesamtwertung und Platz 3 in der 4Fun-Serie overall ein.

Hatte heuer ein Wörtchen in der Masters 1 mitzureden: Bernd Dorrong. Foto (c) SloEnduro

Cri Maierhofer

Der Dritte schnelle Grazer (nach Skant und Dorrong) war heuer Cri Maierhofer. Der Gesamtsieger der Masters 2-Klasse holte sich die Siege beim Enduro Cerkno und Soca Enduro, sowie zweite Plätze beim Enduro 3 Camini, Black Hole und Groznjan.

Cri Maierhofer holte sich den Sieg in der Masters 2-Kategorie. Foto (c) SloEnduro

Abschlussfeier

16 Events sind den Organisatoren der SloEnduro offensichtlich nicht genug. Gott sei Dank, denn zum Abschluss wird am 19. November zum “end of season” Event nach Ajdovščina geladen, wo neben den Zeremonien für die schnellsten aller Klassen, Rookies, sowie “Superrider” (jene, die alle 16 Rennen absolviert haben) jede Menge Trail shredden und Feiern am Programm stehen.

2017

Wie sich die SloEnduro-Serie 2017 entwickelt, das wird sich in den nächsten Monaten herausstellen. Derzeit können Organisatoren ihre Bewerbungen abgeben. Zum Abschlussevent in Ajdovščina wird es wohl erste Gespräche geben. Wie zu vernehmen ist, wird sich die Serie eher Richtung Qualität statt Quantität entwickeln. Wir werden auf jeden Fall versuchen auch 2017 ein Rennen am Schöckl auszutragen.

Foto (c) SloEnduro

 

Christoph Berger-Schauer

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.