Eine neue MTB-Interessensvertretung für Österreich

Christoph Berger-SchauerSzene

MIA Mountainbike Initiative Austria

MIA – Mountainbike Initiative Austria – nennt sich eine Arbeitsgruppe, die als österreichweite Interessensvertretung den Status des Mountainbikens in Österreich verbessern will. // Webseite | Facebook | Instagram


Die Situation als MountainbikerIn hierzulande ist keine rosige. Das wissen wir alle nur zu gut. Auch wenn der Tourismus boomt, abseits und in der Gesellschaft hat das Geländefahrrad einen mieseren Ruf als Börse-Broker oder Journalist.

Die Tretlager-Livetalks von Der Standard und LINES im Frühjahr haben Themen angesprochen und ein Klima geschaffen, bei dem sich einige motivierte Mountainbiker gedacht haben: es muss etwas getan werden.

Daraus ist eine Arbeitsgemeinschaft unter dem Namen MIA (Mountainbike Initiative Austria) entstanden. Eine Vereinigung an Freiwilligen, die den Status Quo des Mountainbikens in Österreich verbessern wollen.

Gelingen soll das durch das Sammeln, Bündeln und Vernetzen von Wissen (damit nicht jede regionale Initiative bei 0 beginnen muss) und der Verbesserung des Bild des Mountainbikers/der Mountainbikerin in der Gesellschaft (z.B. durch Mitgestaltung der Medienberichterstattung). Hier gibt’s das Mission Statement von MIA zum Nachlesen.

Mitstreiter willkommen

Ein herausforderndes Unterfangen, das mehrere Schultern braucht, um es zu tragen. An diesen dürfte es aber nicht scheitern: In einem ersten Aufruf per Newsletter boten bereits 250 Personen ihre Mithilfe an.

Der September steht ganz im Zeichen der Regionaltreffen. Dort stellen die aktuellen Akteure die MIA vor, beantworten Fragen und laden zur Mitarbeit ein. Das erste österreichweite Treffen folgt am 2. Oktober im Anschluss an den MTB-Kongress. Location ist das szenebekannte Spielberghaus, wo von 13 bis 15 Uhr in Arbeitsgruppen und entspannter Atmosphäre richtig losgelegt wird.

Regionaltreffen

Wer steckt dahinter?

Wenn sich eine neue Initiative formiert, will man natürlich wissen, wer dahinter steckt. Bei MIA kommen die Initiatioren allesamt aus der Bike Community. Vom bikenden Grundbesitzer über den radlaffinen Tageszeitungsjournalist bis hin zum Radvereinsobmann. Auf Facebook und Instagram erfährt man laufend mehr zu den Akteuren.

Wer selbst bei der MIA mitmachen möchte, kommt am Besten zu einem der Regionaltreffen und/oder meldet sich über dieses Formular.

Warum MIA?

Warum eine neue Interessensvertretung gründen? Dieser Frage werden die Initiatoren spätestens bei den Regionaltreffen beantworten müssen. Wir vagen vorab einen Versuch: weil es eine sachliche, österreichweite, disziplinenübergreifende Vereinigung von Mountainbikern hierzulande noch nicht gegeben hat. Der Radsportverband konzentriert sich auf den Rennsport, die alpinen Vereine sind beschäftigt viele Sportarten in der Natur abzudecken, die Radlobby hat ihre Stärken im urbanen Bereich und upmove tritt vielen zu radikal auf. Worin die Chance für MIA besteht, ist eine starke und kompetente Stimme à la ÖAMTC zu werden. Wir wünschen an dieser Stelle viel Erfolg!

Über den Author
Christoph Berger-Schauer

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.

Artikel teilen