Trouti in Kouty

Peter MihalkovitsGeil wars, Rennen

Enduro Kouty Tschechien

Im tschechischen Kouty, nahe der polnischen Grenze und 2,5 Autostunden von Wien stand vergangenes Wochenende mit dem „Specialized Enduro Race Kouty“ ein EWS-Qualifier Rennen auf dem Plan. Obwohl das Rennen als eines der attraktivsten aus der tschechischen Enduroserie gilt, fanden sicher unter den 407 Startern kaum Österreicher. Wir hoffen das wird sich in den nächsten Jahren ändern, verdient hätte es das Rennen allemal!

Schon nach wenigen Läufen waren wir überrascht wie groß und vielseitig dieser Bikepark eigentlich ist und wie wenig (bis gar nichts) wir davon bis jetzt mitbekommen hatten. Auch außerhalb des Rennens ist Kouty daher definitiv eine Reise wert. Der schnelle Sessellift bringt einen in wenigen Minuten nach oben, das System die Räder zu transportieren ist absolut unkompliziert und die gesamte Infrastruktur modern. Weiteres Plus: Die Preise sind im Vergleich relativ günstig. Eine Tageskarte kommt auf circa 20 Euro.

Foto (c) Enduroserie.cz

Zum Rennen

Der über 500 Höhenmeter umfassende Bikepark bot Platz für 5 Stages, alle leicht per Sessellift zu erreichen und dementsprechend angenehm gestaltete sich auch das Training. Wobei Training fast der falsche Ausdruck ist, es fühlt sich eher nach einem ganz normalen Bikepark-Tag an. Selten fanden wir die Zeit und schauten uns Passagen genauer an. Zu lustig waren die Strecken und zu viel Spaß hatten wir einfach nur beim „dahinpressen“. Die Stages selbst boten eine Abwechslung an Bikepark-Features (Anlieger, Tables, Doubles, etc.) und ganz frischen Waldsektionen. Der Regen in den Tagen zuvor sorge für „Werksboden“ und rundete das Ganze dementsprechend ab.

Auch die Länge des Rennens war eines EWS-Qualifiers absolut würdig. Drei Stages mit über fünf Minuten (eine davon sogar über 7) und zwei mit circa drei Minuten ergaben eine Gesamtrennzeit von knapp 24 Minuten. Das Ganze auf 2.182 Höhenmetern verteilt. Dank des Sesselliftes, dieser wurde im Rennen zwei Mal genutzt, galt es aber „nur“ 1.237 bergauf zu treten. „A long day in the saddle“ – ist also definitiv eine passende Bezeichnung für den Renntag.

Auch für mich persönlich verlief das Rennen absolut zufriedenstellend. Die Mischung aus Bikepark und technischen Passagen war nicht nur extrem lustig zu fahren, sondern kam mir auch gut entgegen und so wurde es für mich am Ende ein 6. Platz Overall, der auch wichtige EWS Punkte bringt. Dieser Umstand machte ein bereits gutes Wochenende dann noch um ein Eck besser und Kouty zu einem Fixtermin für die kommenden Jahre.

Über den Author
Peter Mihalkovits

Peter Mihalkovits

Mulitalent am Bike. Einer der schnellsten Enduristen des Landes. Besaß lange keine anständige Radlhose, "Enduro Jeans"-Pionier.

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