Trailpartie Muckenkogel

Michael PfuisiGeil wars, Rennen

Trailpartie Muckenkogel 2026

Vergangenes Wochenende fand die erste Trailpartie des Jahres statt. Auf den Trails am Muckenkogel ging es staubig-heiß her.


Werbung

Paganella Bike Opening 2026 Banner

Rund eine halbe Stunde südlich von St. Pölten, in Lilienfeld, liegt der Muckenkogel, der zwar unter Wanderer:innen ein heißer Tipp ist, als Mountainbike-Destination aber quasi unbekannt. Auch für die Trailpartie war die Location ein Novum – die Vorfreude auf ein neues Venue auch dementsprechend hoch. Traditionell hat die Trailpartie ihre Saison die letzten Jahre ausnahmslos im Trailcenter Wien ihren Saisonauftakt ausgetragen – die Abwechslung war für viele also willkommen. Die größte Neuerung zu den Vorjahren war aber, dass nun auch E-Bikes im Rennen erlaubt waren. Dazu später aber mehr.

Bei den ein oder anderen dürfte eine geschichtliche Verbindung zwischen Mountainbiken und Muckenkogel noch im Hinterkopf präsent sein – diese dunklen Zeiten gehören aber der Vergangenheit an und seit ein paar Jahren gibt es dort ein legales Trailangebot in der Form einer durchgehenden Abfahrt von der Bergstation des Liftes bis fast zur Talstation. Diese streckt sich über 700 Tiefenmeter und im Sommer nimmt der 1er-Sessellift sogar Biker:innen mit nach oben. Top Voraussetzungen also für eine Trailpartie.

Der erste offizielle Programmpunkt war wie gewohnt die gemeinsame Besichtigungspartie der Stages – davon gab es am Wochenende vier. Der offizielle Trail wurde dabei in drei Stages unterteilt, die letzte befand sich direkt im Zielbereich und wurde unter dem Lift extra für die Trailpartie in die Wiese rein gebandelt.

Der Rennkurs lässt sich vermutlich am besten als ein bisserl was von allem beschreiben. Von offenen Kurven, wo es darum geht gut Geschwindigkeit mitzunehmen, über steile Kurven und flache Wurzelpassagen bis hin zu richtig schnellen Flow-Sektionen war alles dabei.

Ausklingen ließ man den Samstag beim Prolog. Da der Muckenkogel als Wiege des alpinen Skisports gilt, war das Motto des Prologs daran orientiert. Im zusammengewürfelten Duo-Team mussten die Teilnehmer:innen gemeinsam einen Hindernis-Parkour überwinden – aber mit einem Twist. Verbunden waren sie dabei über jeweils einen SkiZip, die Distanz der beiden musste also so klein wie möglich gehalten werden. Beeindruckende Leistungen gab es dabei jedenfalls einige zu sehen.


Das Rennen am Sonntag startete, wie für eine Trailpartie üblich, entspannt und relativ spät. Die Fahrer:innenbesprechung war um halb 12 – mehr als genug Zeit für alle, sich die Strecke noch einmal vorm Rennen anzuschauen. Einige Teilnehmer:innen kamen überhaupt erst am Sonntag und fuhren da den Kurs zum ersten Mal. Als erstes Los ging’s für die analogen Bikes – die E-Biker:innen wurden nämlich erst zum Schluss losgelassen. Apropos E-Bikes – diese haben seit heuer ja eine Starterlaubnis bei der Trailpartie, einen Clou hinter der Sache gab es aber noch. Denn um die Zeiten der motorisierten Fahrer:innen vergleichbar zu machen, bekamen diese die Akku-Abgabe zu spüren. Dafür fuhr der Trailpartie-Streckenchef Max Trafella alle Stages einmal mit dem Bio- und einmal mit dem E-Bike ab. Der Zeitunterschied wurde dann auf die Gesamtzeit der E-Racer:innen addiert. Dadurch konnten alle am Ende des Tages ihre Rennzeiten miteinander vergleichen – egal mit welchem Bike man unterwegs war.

Stage eins war bestimmt nicht der Publikumsliebling, denn der Großteil der Stage war relativ flach und dem Wind ausgesetzt. Ohne Treten stand man quasi still. Stage zwei und drei waren dann schon deutlich abfahrtslastiger. Die Bedingungen am Wochenende waren dem exzellenten Wetter verschuldet extrem staubig und an manchen Stellen bröselten die Kurven unter einem stückweise weg. Stage vier war die letzte und gleichzeitig ein Highlight. Durchgehend steil off-camber, frisch eingefahrene Ruts und Grip, den man sich verdienen musste, machten diese zur finalen Challenge nach einem schon anspruchsvollen und anstrengenden Renntag.

Die schnellsten Zeiten des Renntages fuhren sowohl bei den Herren als auch bei den Damen jeweils Trailpartie Veteran:innen ein. Elena Hofegger und Florian Tischhart gewannen beide mit einem ordentlichen Abstand.

Trailpartie Muckenkogel – es war uns ein Volksfest. Danke an alle die dabei waren und alle die geholfen haben, das Event umzusetzen. Wir sehen uns wieder!

Die nächste Trailpartie findet Anfang Juni statt. Mehr Infos zur Location und zur Anmeldung folgen in den nächsten Wochen.

Über den Author

Michael Pfuisi

Noch recht frisch in der Bike-Szene, aber schon vollkommen von diesem Enduro-Virus befallen. Das zeigt seine Trailpartie-Süchtelei inkl. Prolog-Erfolgen. Die Grazer Trails sind sein Heimrevier, das er immer öfter für Stages mit Zeitnehmung verlässt.

Artikel teilen