Foto: Friedrich Simon Kugi
Seit heute, 2. September, ist der Vorarlberger Fahrradhersteller Simplon erneut insolvent.
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Im September 2024 stellte Simplon einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung und stellte mit SOL Capital Management einen neuen Eigentümer Ende desselben Jahres vor. Schon im Feburar 2025 wurde vermeldet, dass das Sanierungsverfahren abgeschlossen sei, die 140 Arbeitsplätze in Hard erhalten blieben und die Gläubiger eine Quote von 30% bekommen sollten. Die Zeichen standen also gar nicht schlecht.
Mit heute sieht’s aber wieder düsterer aus. Denn die nunmehr als 2Rad Produktions GmbH auftretende Firma (früher Simplon Fahrrad GmbH) beantragte ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Allein bei der Fertigungssparte von Simplon haben sich 33,4 Millionen Euro Schulden angehäuft. 54 Dienstnehmer*innen sind betrofffen.
Offenbar sind die Hauptkrux Altlasten. Und zwar in der Form, dass nämlich Warenbestände unzureichend oder nicht vollständig vorhanden waren, obwohl von der früheren Schuldnerin offenbar anders kommuniziert. 28,3 der 33,4 Millionen Euro Schulden stammen offenbar aus der ersten Insolvenz.
Simplon will nun einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent vorlegen und die Produktion in Hard fortführen. Das Geschäft läuft in der Zwischenzeit weiter.

Wie Fahrräder bei Simplon entstehen und wie der zweitgrößte heimische Radproduzent werkelt, das haben wir uns beim Besuch für LINES Issue #31 angeschaut.
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