Fotos: Rupert Fowler
Mit der Vorstellung des neuen Gambler hat Scott das Geheimnis um den Prototypen im Downhill-Weltcup endlich gelüftet. Ein komplett von Grund auf neues Design setzt auf Individualisierbarkeit und Performance. Zahlreiche Flip-Chips und Einstellmöglichkeiten machen es zum perfekten Radl für alle, vom Racer bis hin zum Bikepark-Spaß-Klientel.
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Wer bin ich?
Ein Downhillbike, das sich an die gesamte Gravity-Gemeinde richtet. Dank Flip-Chips, Reach-Adjust etc. werden sowohl Downhillracer als auch Freerider mit dem gleichen Radl glücklich. Prototypen davon sieht man ja schon seit letztem Jahr kaum versteckt im Weltcup herumfahren – ein offenes Geheimnis sozusagen, das nun gelüftet wurde. Dass es auf der Rennstrecke gut funktioniert, zeigen reihenweise Vorzeigeergebnisse von Benoit Coulanges, Ethan Craik usw.
Im Stand
Auf den ersten Blick sieht man sofort, dass das Radl aus dem Hause Scott kommt, dafür braucht man den Schriftzug am Unterrohr erst gar nicht lesen. Seit der Übernahme von Bold konvergiert die Produktpalette von Scott langsam aber sicher auf das einheitliche Design mit dem im Rahmen versteckten Dämpfer hin. Mit dem Gambler ist nun auch das letzte Fully der Schweizer Marke eingegliedert. Optisch sieht es dem Ransom, dem Enduro-Modell von Scott extrem ähnlich. Beim Rahmen setzt man auf Carbon als Werkstoff, genauer gesagt Scott-typisches HMX Carbon. Lediglich die Sitz- und Kettenstreben des günstigeren Gambler 10 Modells sind aus Alu. Ausgeliefert wird das Downhillbike als Mullet, sprich vorne 29, hinten 27,7 Zoll Laufräder, die Option auf ein größeres Hinterrad lässt Scott aber offen.


In Bewegung
Einen persönlichen ersten Eindruck vom Bike konnten wir uns zwar noch nicht verschaffen, die Performance von Scott-Räder hat uns jedoch immer überzeugt. Der Dämpfer im Unterrohr wird durch einen Sechsgelenker-Hinterbau angesteuert. Dies ist zwar ein ziemlich komplexes System, lässt Scott aber die verschiedenen Eigenschaften der Federung, wie beispielsweise Anti-Squat und Anti-Rise, feinjustieren.

Die Dämpferplatzierung sorgt zudem noch für einen tiefen Schwerpunkt des Bikes, während er von Gatsch, Wasser und anderen Elementen geschützt wird. Außerdem behauptet Scott, dass durch den integrierten Dämpfer die Betriebstemperatur konstant bleibt und somit auch zu mehr Performance führt. Von außen betrachtet mag der vorhandene Bauraum für das Federelement zwar klein wirken, bei der Dämpferwahl einschränken muss man sich aber trotzdem nicht. So passen alle am Markt erhältlichen ins Radl.
Preis & Leistung
Billigmarke ist Scott bekanntlich keine, dennoch ist der Preis des Topmodells in einer Liga mit der Konkurrenz. Für 7.599,-€ bekommt man im Gegenzug so einiges geboten. Das Gambler RC Modell kommt mit einem Luftfahrwerk aus Fox Float X2 Dämpfer und Fox 40 Gabel, von beiden jeweils die Topversion. Um Antrieb und Bremsen kümmert sich jeweils SRAM mit einer X0-Schaltung und Maven Bremsen. Die Atlas Laufräder sind aus dem Hause RaceFace und sämtliche Anbauteile von der Scott-Eigenmarke Syncros.
Neben dem Gambler RC gibt es noch ein weiteres Modell, das Gambler 10. Derselbe Carbon-Hauptrahmen, nur mit einem Alu-Hinterbau setzt auf einen RockShox Stahlfederdämpfer am Heck und eine Boxxer Base an der Front. Geschalten wird mit einem SRAM GX DH Antrieb und gebremst mit Shimano 4-Kolben Bremsen. Diese Ausstattungsvariante ist für 4.899,-€ zu haben und stellt das Rundum-Sorglospaket dar.
Geometrie
Freeridegerät und Racebike in einer Plattform zu vereinen kann oft ein schwerer Kompromiss sein, wobei eine der beiden Seiten meist darunter leidet. Um dies zu vermeiden, überlässt Scott dem:der Fahrer:in die Entscheidung selbst, wie das Bike schlussendlich dasteht.


Denn durch Flip-Chips lässt sich das Gambler an ziemlich jede:n Fahrer:in und Fahrstil anpassen- egal ob für Racer oder für endlose Partylaps im Bikepark. Eine Schale im Steuersatz verändert den Reach ausgehend von der neutralen Position um +/- sechs Millimeter. Ein Flip-Chip am Hinterbau ändert die Kettenstrebenlänge um 15mm und ein weiterer senkt das Tretlager ab. Sogar die Progression lässt sich dank einstellbarer Dämpferaufnahme feinjustieren. Zusätzlich stellt die Option auf zwei verschiedene Laufradgrößen eine weitere Individualisierbarkeit dar. Ein Radl mit endlosen Möglichkeiten sozusagen.
Wer will mich?
Wer eine Gravity-Maschine sucht, die sich sowohl auf Rennstrecken, als auch auf sämtlichen Jumplines zu Hause fühlt. Die endlosen Einstellmöglichkeiten sorgen dazu noch für das perfekte Radl für jeden Fahrstil und Vorlieben.

Scott Gambler 2025
| Preis | € 4.899,- oder € 7.599,- |
| Federweg | 203 mm vorne & 210 mm hinten |
| Laufräder | Mullet oder komplett 29″ |
| Rahmenmaterial | HMX Carbon |
| Gewicht | 16,84 kg |
| Garantie | 2 Jahre |
| Gleiche Liga: | Trek Session, Commencal Supreme, Santa Cruz V10 |
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