Fotos: Radon
Der deutsche Bikehersteller Radon hat mit dem Recap ein neues E-Bike auf den Markt gebracht und in einem Zug dem beliebten Modell Render ein Update spendiert – inklusive neuem Bosch Motor- und Akkusystem.
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Das neue Radon Recap
Mit dem Recap präsentiert Radon sein neuestes E-Trailbike. Das Konzept setzt auf einen nagelneuen Vollcarbonrahmen, 150 mm Federweg und den neuen Bosch Performance Line CX-Motor der fünften Generation. Wie vom Bonner Direktversender gewohnt, bekommt man bei allen Varianten ein richtig gutes Ausstattungspaket für einen fairen Preis. Der 600-Wh-Akku sitzt integriert im Unterrohr und kann bei Bedarf mit dem Bosch PowerMore Range Extender um weitere 250 Wh ergänzt werden. Mit guten 21 kg gehört es zwar nicht zu den leichtesten Modellen am Markt, mischt aber vorne mit. Damit folgt das Recap dem aktuellen Trend zu leichteren E-Bikes, die trotzdem ordentlich Leistung haben.

Die größte Neuerung des Recap liegt, neben dem neuen Carbon-Chassis, im Antriebssystem. Erstmals wurde der aktuelle Bosch Performance Line CX Motor der fünften Generation bei Radon verbaut. Dieser liefert bis zu 100 Nm Drehmoment und gehört damit zu den Flaggschiffen des Motorherstellers. Parallel dazu wurde die Integration des Bosch-Ökosystems weiter vorangetrieben. Das neue Kiox 400C Display sitzt direkt im Oberrohr und ersetzt klassische Cockpit-Lösungen. Die Steuerung erfolgt über die Bosch Remote am Lenker.
Beim Rahmen setzt Radon weiterhin auf Carbon. Die Formgebung wirkt vergleichsweise schlank und orientiert sich eher an modernen Trailbikes als an besonders massiven E-MTB-Konstruktionen. Mit 150 mm Federweg bleibt Radon seinem bisherigen Konzept treu und positioniert das Recap klar als vielseitiges Trailbike innerhalb des hauseigenen E-MTB-Portfolios.


Geometrie
Auf den ersten Blick gleicht sich das neue Recap an aktuellen Geometrietrends an, ohne dabei in Extreme vorzustoßen. Es liegt im Bereich zwischen moderner Trail- und All-Mountain-Bikes. In Größe L stehen 474 mm Reach und 632 mm Stack auf der Habenseite und dazu 455 mm Kettenstreben. Spannend ist der variable Lenkwinkel, der durch ein Acros Angle-Set von 64,2° auf 63,3° verändert werden kann. Insgesamt wirken die Werte am Papier abfahrtsorientiert, aber kurz.
Preis & Leistung
Wie man von Radon gewohnt ist, bekommt man für sein Geld sehr viel. Das ist auch beim Recap nicht anders. Das Topmodell Recap 10.0 ist dabei schon für 6.999,-€ zu haben. Bei diesem Preispunkt fangen bei manch anderen Herstellern die Einstiegsmodelle erst an. Dafür bekommt man einen leichten Voll-Carbonrahmen, den Bosch Performance CX Motor der neuesten Generation, ein Fox Factory Fahrwerk und eine elektronische Shimano XT Di2 Schaltung.
Beim günstigeren 9.0 Modell bekommt man das gleiche Motorsystem, ein Fox Performance Elite Fahrwerk und einen SRAM Transmission GX Antrieb für 5.999,- €. Noch einmal tausend Euro weniger kostet das 8.0 Einstiegsmodell. Dieses teilt sich Rahmen und Motor mit den höherpreisigen Modellen, man spart dann aber bei den Komponenten. So kommt es mit einem immer noch potenten Fox Performance Fahrwerk und einer mechanischen SRAM 90 Schaltung.
Radon Recap
| Preis | € 4.999,- bis € 6.999,- |
| Federweg | 150 mm vorne & hinten |
| Laufräder | 29″ |
| Rahmenmaterial | Carbon |
| Gewicht | 21.3 kg |
| Garantie | 3 Jahre |
| Gleiche Liga: | Trek Slash+, Specialized Levo |
Radon Render
Das Radon Render ist nicht wie das Recap eine komplett Neuentwicklung, sondern eher als Update der bereits bestehenden Plattform. Die markante Rahmenform bleibt erhalten, im Detail wurde der Hauptrahmen jedoch auf die Integration des Bosch Performance Line CX Gen5, des neuen 800-Wh-PowerTube-Akkus sowie des im Oberrohr integrierten Kiox 400C Displays ausgelegt. Beim Werkstoff setzt man auf Carbon vorne und Aluminium hinten.
Im Vergleich zum neuen Recap setzt das Render damit klar auf mehr Reserven und mehr Einsatzbereich. 800 Wh Akku, 160 mm Federweg an der Front und 140 mm am Heck ordnen das Bike weiterhin auf Trail-Terrain ein – mit mehr Fokus aufs Bergab. Zusammen mit dem größeren Akku, dem längeren Frontfederweg und dem höheren Systemgewicht verschiebt sich der Fokus deutlich weg vom Leichtbau. Das Render ist nicht das spritzigste Bike im Line-up, sondern vielmehr das, das Reserven hat, wenn die Trails länger, steiler und zapfiger werden.

Geometrie
Das Render kommt in nur drei Rahmengrößen von M bis XL daher. In Größe L stehen 475 mm Reach und 642 mm Stack in der Geotabelle – das Cockpit ist also ein bisserl höher als beim Recap, während die effektive Länge vom Radl im ähnlichen Bereich bleibt. Hinten kommen 458 mm Kettenstreben zum Einsatz, der Sitzwinkel liegt bei 75,5°, der Lenkwinkel bei konservativeren 65°. Auf dem Papier wirkt das Render insgesamt etwas gestreckter und ruhiger als das Recap.
Preis & Leistung
Im Gegensatz zum Recap ist das Render in vier Varianten zu haben. Was dabei immer gleich bleibt, ist der Rahmen, Motor und Akku – lediglich beim günstigsten Modell setzt man auf ein Purion 400 Display, die restlichen kommen mit dem Bosch Kiox 400C.
Das Topmodell 10.0 HD wandert für 6.999,- € über die virtuelle Theke. Dafür bekommt man das neue RockShox Ultimate Fahrwerk aus Lyrik und Super Deluxe Dämpfer, Maven Ultimate Bremsen und einem SRAM XO-Transmission Antrieb.
Die restlichen Modelle setzen jeweils auf Gabel Dämpfer von Fox in der gewohnten Abstufung von Performance Elite, Performance und Rhythm. Die Modelle 10.0, 9.0 und 8.0 sind dabei jeweils um 6.299,-, 5.499,- und 4.499,- Euro zu haben.
Unterschiede gibt’s dann natürlich fortlaufend auch bei Antrieb und Bremsen. Je nach Modell bekommt man eine Shimano XT Di2 Gruppe, Maven mit GX Transmission oder Magura Louise mit einer Deore Gruppe.
Radon Render
| Preis | € 4.499,- bis € 6.999,- |
| Federweg | 160 mm vorne & 140 mm hinten |
| Laufräder | 29″ |
| Rahmenmaterial | Carbon (Hauptrahmen) & Aluminium (Hinterbau) |
| Gewicht | 23.4 kg |
| Garantie | 3 Jahre |
| Gleiche Liga: | Marin Rift Zone EL , Specialized Levo, Trek Slash+ |
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