Fotos: Stefanie Wanger
Hannes Klausner zieht sich auf eine Berghütte zurück und geht OFFLINE.
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Bildschirm Auszeit.
Tägliches Social Media von früh bis spät. E-Mails schon am Morgen und am besten noch vor dem ersten Kaffee. Online-Vermarktung und Storytelling.
Tasten, Touchscreen und Bildschirme nicht nur mehr zu Hause auf dem Schreibtisch, sondern immer mit dabei.
Jederzeit erreichbar und ständig weltweit informiert und up-to-date.
Aber nicht nur das, auch permanent transparent. Ein fast schon minütliches offenlegen von aktuellen Aktivitäten und Standorten.
Ein Leben wie in einer Glaskugel oder in einem Schaufenster.
Eine Reality TV Show mit dem eigenen Leben.
All das hat sich Schritt für Schritt in unser Leben geschlichen und ist zur Normalität geworden.
Gekommen um zu bleiben.
Sehnt ihr euch nicht manchmal nach einer Auszeit von all dem?
Einfach mal OFFLINE gehen und das echte Leben leben?
Es in vollen Zügen genießen und mal wieder wirklich für einen selbst erleben?
So wie es früher einmal war?
Mir geht es oft so. Sehr oft!
Man glaubt es allerdings selbst kaum, wie schwer das geworden ist.
Man muss sich richtig dazu zwingen und sich speziell Zeit dafür nehmen.
Ein perfektes Vorhaben für den Abschluss meiner Bike-Saison.
Und was wäre dafür besser geeignet als eine kleine Hütte fernab der Zivilisation.





Eine Hütte im Wald, am Fuße eines Berges und unweit einiger naturbelassener Trails.
Eine Hütte ohne Strom und ohne Handy-Empfang.
Zurück zu den Wurzeln des Lebens und zu den Anfängen meiner Leidenschaft fürs Mountainbike.




Zurück dahin, wo warmes Wasser nicht fertig aus der Leitung kommt.
Dahin, wo man erst Holz hacken muss um anschließend Feuer zu machen das einen wärmt, und nicht der Heizkörper automatisiert den Raum auf angenehme Temperatur bringt.




Dahin, wo lebensnotwenige Dinge noch Zeit brauchen und dahin, wo diese auch noch wertgeschätzt werden.
Dahin, wo Zeit noch das höchste Gut ist und nicht alles schneller gehen muss.





Dahin, wo das Leben zum großen Teil noch draußen passiert, auch wenn es mal kalt oder nass ist.
Dahin, wo das Fenster am frühen Morgen der Bildschirm ist.
Dahin, wo das Rausgehen die Wetter-App ersetzt.

Dahin, wo es auch noch reicht, in 3 oder auch 5 Tagen erst den nächsten Menschen zu treffen, das nächste Telefonat zu erledigen oder sich zum nächsten Online Meeting zu setzen.


Dahin, wo der Laptop nicht mit dabei ist und einen die E-Mail in der Früh auch nicht vom gemütlichen Kaffee abhält.
Dahin, wo digital nicht existiert und analog der einzige Weg ist.
Einfach dahin zurück, wo das Leben noch Leben ist.
Echtes Leben.
OFFLINE.
Einige Tage Auszeit vom stressigen Alltag und weg von allen Dingen, die uns vom echten Leben ablenken.
Weg von all den Dingen, die mich von dem ablenken, was ich liebe und schätze.
Weg von all dem, hin zu Ruhe, echter Freiheit und Zeit.



Zeit, um das Draußen zu 100% zu genießen und wertzuschätzen.
Zeit, um mich voll aufs Biken zu fokussieren und meine große Leidenschaft dafür aufs Neue für mich selbst zu entdecken.
Zeit für mich.
Als Athlet, aber auch als Mensch.





Und verdammt, tut das gut.


Trotz des zusätzlichen Aufwandes für alles was täglich nötig ist.
Trotz des Fehlens aller technischen und neumodernen Hilfsmittel.
Trotz der Einfachheit, oder vielleicht sogar genau deshalb.
Es fühlt sich frei an.
Frei und einfach.
Einfach gut.







Vor allem im Kopf.
Kein Stress.
Keine Verpflichtungen.
Keine Termine.
Totale Freiheit raus zu gehen, aufs Bike zu steigen, ins Ungewisse zu fahren und jede Minute davon zu genießen.
Sich Zeit zu nehmen und Ruhe zu finden in dem, was man am meisten liebt.
Und genau dann erlebt man es am intensivsten.









Und wenn man heimkommt, wartet nicht der Computer oder das Handy um das Erlebte gleich zu verarbeiten und zu vermarkten.
Es wartet nur eine kalte Holzhütte, die es warm zu kriegen gilt, ein Holzofen der eingeheizt werden muss und genug Zeit, um bei knisterndem Feuer und leckerer Jause den Tag Revue passieren zu lassen und über sich und das Leben nachzudenken.







Wie geil, wie einfach und wie schön kann das Leben eigentlich sein?!
Lange schon habe ich einen Tag am Bike nicht mehr so genossen und wertgeschätzt wie dort oben auf der Hütte jeden einzelnen.







Zurück zum Ursprung.
Zurück zum Einfachen.
Zurück zu meinem Leben.
Eine Auszeit von der neumodernen, schnelllebigen, super vernetzten, digitalen, fremdbestimmten und stressigen Welt, die ich jedem einzelnen von Zeit zu Zeit empfehlen kann.
Und ich sags euch ganz ehrlich, selbst nur beim Durchschauen dieser Bilder und beim Erinnern an die Zeit dort oben, werde ich schon wieder ruhiger und zufriedener.



OFFLINE.
Eine Erinnerung für mich selbst.
Eine Erinnerung daran, was im Leben wichtig und wertvoll ist.
Eine Erinnerung an all das und ein Saisonabschluss um zur Ruhe zu kommen, Energie zu tanken und neue Motivation für das kommende Jahr zu schöpfen.
Und nach Tagen wie diesen, sind meine Motivation, meine Liebe zum Leben als Mountainbiker und meine Abenteuerlust für neue Projekte größer als je zuvor.
Ein Ende einer Saison, wie ich mir den Start der neuen nur wünschen kann.
In diesem Sinne,
auf einen geilen Ausklang 2025 und einen noch geileren Start 2026.
Wir hören und sehen uns im neuen Jahr!
RIDE ON,
Euer Hannes
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