Fotos: Ben Zeimes / Monica Gasbichler
Die Mountainbike Weltmeisterschaft 2026 ist Geschichte. Zumindest für die Disziplinen Downhill und Cross Country. Die Bilanz aus österreichischer Sicht: sehr erfolgreich. Hier ein Überblick wie die heimische Delegation in Val di Sole abgeschnitten hat.
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Downhill
Die Wahrscheinlichkeit war hoch, dass bei den Downhillbewerben ein Regenbogentrikot für Österreich herausschaut. Denn auch wenn bei den Juniorinnen Lina Frener und Rosa Zierl, die sich bereits letztes Jahr den Titel holte, fehlten, ging Valentina Höll als vierfache Weltmeisterin, zig-malige Weltcupsiegerin und auch Overall-Titelinhaberin an den Start. Und auch bei den Herren hat Andreas Kolb nach einer durchwachsenen Saison wieder seinen Speed gefunden, was er mit einem zweiten Platz beim Weltcup in Les Gets bewiesen hat.


Bei den Junioren schaffte es Benjamin Kowald als einziger ins Finale und landete auf dem 18. Platz. Bei den Juniorinnen gab es jedoch leider niemanden. Das Damenrennen war wieder einmal unglaublich spannend. Die Britin Hattie Harnden saß lange ungeschlagen auf dem Hot Seat. Erst die letzten Fahrerinnen schafften es, ihre Zeit zu überbieten. Valentina Höll war wie so oft die Letzte am Berg und fuhr einen unglaublichen Lauf. Zwischenzeitlich lag sie sogar knapp vier Sekunden vorne. Diesen Vorsprung konnte sie zwar nicht bis zur Ziellinie halten – für einen fünften Weltmeisterinnentitel in Folge hat es aber locker gereicht. Die zweite Österreicherin, die es ins Finale schaffte, war Emma Bindhammer. Sie landete dort auf einem starken 29. Platz.
Bei den Herren fanden sich Andreas Kolb und Oliver Vogl im Finale wieder. Besonders Andi lag Strecke in Val di Sole und er war guter Dinge. Ein schneller, aber unspektakulärer Lauf hievte ihn schlussendlich auf den fünften Platz. Weltmeister wurde zum zweiten Mal sein Teamkollege Jackson Goldstone. Oliver Vogl landete bei seiner ersten WM auf einem starken 53. Platz.


Cross-Country
Auch im Cross-Country standen die Medaillenchancen im Vorfeld gut. In der Staffel fuhr das rot-weiß-rote Team auf Platz sechs. Die erste XC-Medaille fuhr dann bei den Junioren Michael Hettegger mit einem zweiten Platz ein. Michael Ortner wurde Achter.
Die Erfolgsserie setzte sich dann im Short-Track fort. Bei den Elite-Damen holte sich Laura Stigger nach einem extrem spannenden Finalsprint Gold und somit auch den Weltmeisterinnentitel. Maximilian Foidl wurde bei den Elite-Herren 20. In der U23 fuhr Katrin Embacher, die heuer eine extrem starke Saison gefahren ist, auf den 22. Platz. Bei den U23-Herren wurde Maks Barret Maunz Zwölfter und Anatol Friedl 45.

Im XCO konnte das österreichische Team leider nicht mehr an die überaus starken Ergebnisse des Short-Tracks anschließen – gute Resultate waren es aber dennoch. Bei den U23-Damen landete Katrin Embacher auf dem achten Platz und Antonia Grangl auf dem 14. Maks Barret Maunz fuhr auf Platz 17, Alexander Hämmerle auf Platz 34.
In der Elite war Laura Stigger als Achte wieder die schnellste Österreicherin. Hinter ihr auf Platz 28 lag Mona Mitterwallner. Bei den Herren setzte Max Foidl seine konstante Saison fort und wurde 22. Mario Bair landete auf dem 40. Platz.


E-Cross-Country
Schon im ersten Rennen dieser Weltmeisterschaft gab es zwei Medaillen und ein Regenbogentrikot für Österreich. Anna Spielmann machte ihrer Startnummer alle Ehre und fuhr souverän das Rennen von vorne weg und als erste ins Ziel. Tamara Wiedmann machte bei ihrem E-Debüt ebenfalls eine gute Figur und fuhr auf Platz Drei.

Vorbericht
Programm & Übertragung
Den Auftakt macht, abgesehen von der Eröffnungszeremonie am Dienstag, das E-Cross-Country Rennen am Mittwoch. Am selben Tag finden auch noch die XC-Staffelbewerbe statt. Am Donnerstag geht es mit dem Short Track weiter. Die Entscheidungen im Downhill werden am Samstag ausgetragen und im XCO wie gewohnt am Sonntag. Im Zuge des Wochenendes findet auch noch ein Stopp der 4X Pro Tour statt. Die Qualifikation dafür ist am Donnerstag, das Rennen am Freitagabend.
Live zu sehen werden ausgewählte Bewerbe dabei, wie auch bei den Weltcups., auf discovery+ und Eurosport sein. Welche das sind und wann diese stattfinden, lässt sich dem Zeitplan (unten & fett markiert) entnehmen Viele Entscheidungen fallen da aber leider durchs Raster durch und werden nicht übertragen.
Mittwoch, 26.8
- 10:00 | E-XC Damen Elite
- 11:30 | E-XC Herren Elite
- 17:00 | XC Teamstaffel
Donnerstag, 27.8
- 9:30 | XCO Damen Junior
- 11:15 | XCO Herren Junior
- 15:30 | XCC Damen U23
- 16:30 | XCC Herren U23
- 17:45 | XCC Damen Elite
- 18:30 | XCC Herren Elite
Freitag, 28.8
- ab 10:30 | DH Qualifikation
- 21:00 | 4X Pro Tour (Nebenevent)
Samstag, 29.8
- 8:45 | DH Juniorinnen Finale
- 9:30 | DH Junioren Finale
- 13:10 | DH Damen Elite Finale
- 15:00 | DH Herren Elite Finale
Sonntag, 30.8
- 9:00 | XCO Damen U23
- 11:00 | XCO Herren U23
- 13:00 | XCO Damen Elite
- 15:15 | XCO Herren Elite
Wer geht für Österreich an den Start?
Die rot-weiß-rote Delegation im Val di Sole hat auch heuer wieder gute Erfolgschancen und ist breit aufgestellt. In fast allen Disziplinen gehen heimische Athlet:innen an den Start. Gleich beim ersten Rennen dieser WM steht sogar eine österreichische Titelverteidigung an: Die amtierende Weltmeisterin im E-Cross-Country ist nämlich Anna Spielmann und die möchte ihr Regenbogentrikot behalten. Aber auch Tamara Wiedmann, die bei dieser WM ausnahmsweise mit Motor startet, gehört zu den großen Favoritinnen. In den nicht-motorisierten XC-Rennen stehen die Chancen aber ebenfalls gut. Bei den Damen zeigt Laura Stigger eine starke und erfolgreiche Saison, während Katrin Embacher in der U23 bei vielen Rennen auf dem Podium zu sehen war und auch in Val di Sole zu den Favoritinnen zählt.


Im Downhill fehlen leider Rosa Zierl und Lina Frener, die beide verletzungsbedingt nicht an den Start gehen können. Besonders bitter ist das für Zierl: Sie holte sich bereits im vergangenen Jahr in ihrer ersten Juniorinnen-Saison den Weltmeisterinnentitel. Die erhoffte Titelverteidigung gibt es heuer also leider nicht. In der Elite gilt Valentina Höll natürlich als DIE Favoritin. Die Salzburgerin jagt in Val di Sole ihren fünften WM-Titel in Folge. Aber auch Andreas Kolb ist ein potenzieller Kandidat für ganz vorne. Die Strecke im Val di Sole gehört zu seinen Lieblingstracks und beim vergangenen Weltcup in Les Gets hat er bereits gezeigt, dass die Form für ein starkes WM-Ergebnis da ist.
Downhill Damen
- Valentina Höll
- Emma Bindhammer
XC Damen
- Laura Stigger
- Mona Mitterwallner
- Antonia Grangl (U23)
- Johanna Piringer (Jun)
E-XC Damen
- Anna Spielmann
- Tamara Wiedmann
Downhill Herren
- Andreas Kolb
- Oliver Vogl
- Christof Stulik
- Benjamin Kowald (Jun)
- Nepomuk Orthacker (Jun)
XC Herren
- Maximilian Foidl
- Mario Bair
- Alexander Hammerle (U23)
- Anatol Friedl (U23)
- Maks Alfred Barret Maunz (U23)
- Michael Ortner (Jun)
- Michael Hettegger (Jun)
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