Mountainbike WM 2025

Michael PfuisiGeil wars, Rennen

Die Mountainbike Weltmeisterschaft 2025 im Schweizer Wallis ist geschlagen. Das Fazit: Drei Mal Gold, einmal Bronze und somit auf Rang vier im Medaillenspiegel. Hier ein Überblick über alle Disziplinen der diesjährigen WM.


Werbung

Leiwande LINES Banner

Die Weltmeisterschaft 2025 hat den Großteil der Mountainbike-Bewerbe ausgetragen, in denen die begehrten Regenbogentrikots überhaupt überreicht werden. So fand auch beispielsweise die Enduro-WM innerhalb dieses Großevents neben Downhill, Pumptrack und Cross Country Bewerben statt. Insgesamt wurden in neun verschiedenen Disziplinen insgesamt 27 neue und auch bestehende Weltmeister:innentitel (weiter-) vergeben. Im Medaillenspiegel landete Österreich mit drei Mal Gold und einer Bronzemedaille auf dem vierten Platz. Auch erwähnenswert: Alle vier Stockerlplatzierungen waren Frauen – Danke dafür Vali, Rosa, Mona und Anna!


Downhill

Im Downhill haben die Österreicher:innen mit Abstand am besten unter allen Disziplinen abgeschnitten. Gleich zwei Goldmedaillen gingen dabei an heimische Athletinnen. Valentina Höll bei den Elite-Damen und Rosa Zierl bei den Juniorinnen konnten beide die restlichen Mitbewerberinnen souverän hinter sich lassen. Für Rosa ist es ihr allererstes Regenbogentrikot und da ihre zweite Juniorinnen-Saison nächstes Jahr noch bevorsteht, darf sie auch bei einigen Rennen noch damit starten. Vali hingegen kennt man mittlerweile gar nicht mehr ohne – es ist nämlich ihr vierter Titel in Folge. Das dürfte auch ihr Team freuen, denn neue Trikots sind teuer.

Rosa Zierl gewann nach der Qualifikation auch das Finale!

Bei den Herren hätte es fast eine weitere Medaille gegeben. Der legendäre Downhill-Track in Champéry hat nämlich für eines der spannendsten Rennen der Saison gesorgt. Der deutsche Henri Kiefer legte früh einen wahnsinnig schnellen Lauf hin, an dem sich ein Top-Fahrer nach dem anderen die Zähne ausbiss. Einer der ersten, bei dem die Zwischenzeiten grün waren, war Andi Kolb. Alle Zeichen standen schon auf Podiums-Kurs, bis er in einer Highline stürzte und der Titeltraum platzte. Hier die vollständigen Ergebnisse zum Ausklappen.

Ergebnisse Downhill (zum Ausklappen)

Elite Damen

  1. Platz Valentina Höll
  2. Platz Myriam Nicole
  3. Platz Marine Cabirou

Elite Herren

  • 1. Platz Jackson Goldstone
  • 2. Platz Henri Kiefer
  • 3. Platz Ronan Dunne
  • 53. Platz Kilian Schnöller
  • 62. Platz Christoph Handl
  • 76. Platz Andreas Kolb
  • DNF Sebastian Weinhandl

Juniorinnen

  • 1. Platz Rosa Zierl
  • 2. Platz Eliana Hulsebosch
  • 3. Platz Aletha Ostgaard
  • 4. Platz Lina Frener
  • 11. Platz Emma Bindhammer

Junioren

  • 1. Platz Max Alran
  • 2. Platz Tylor Waite
  • 3. Platz Till Alran
  • 38. Platz Felix Fasl
  • 41. Platz Diego Zraunig
  • 43. Platz Oliver Vogl

E-MTB XC

Die zweite Disziplin der MTB-WM 2025 war das Cross Country Rennen, allerdings motorisiert. Der Bewerb fand ebenso wie die Enduro-Disziplinen in Bellwald statt. Auf dem 2,6 Kilometer langen Rundkurs im Bereich der Talstation wurden die Weltmeister:innentitel im E-XCO entschieden. Junior:innen gab es dabei keine – die Regenbogentrikots wurden ausschließlich an Elite-Fahrer:innen vergeben. Und eines davon an eine Österreicherin.
Anna Spielmann setzte sich konstant im ganzen Rennen gegen das restliche Fahrerinnenfeld durch und fuhr als erste durchs Ziel.

Anna Spielmann holte sich beim E-XC ihr erstes Regenbogentrikot- Herzliche Gratulation.- Foto: Seb Schieck
Ergebnisse E-Cross Country (zum Ausklappen)

Damen

  • 1. Platz Anna Spielmann
  • 2. Platz Kathrin Stirnemann
  • 3. Platz Sofia Wiedenroth

Herren

  • 1. Platz Jerome Gilloux
  • 2. Platz Joris Ryf
  • 3. Platz Hugo Pigeon

Enduro

Nachdem es letztes Jahr zum allerersten Mal eine offizielle Enduro-UCI-Weltmeisterschaft gab, wurde die diesjährige gleich im Zuge der großen MTB-WM in Wallis mit ausgetragen und dann gleich als erste Disziplin. Wie schon das E-Cross Country Rennen fanden auch die Enduro-Bewerbe in der Aletsch Arena, in Bellwald statt. Das Venue war schon im Vorjahr eines der beliebtesten Rennen im Enduro-Weltcup gewesen und die Stages extrem abwechslungsreich. Dies hatte zur Folge, dass es bis zur letzten Stage ein Kopf an Kopf Rennen, sowohl bei den Damen als auch bei den Männern war. Richie Rude, der diese Saison den Fokus eigentlich auf Downhill hatte, holte sich seinen ersten (Enduro-) Weltmeistertitel. Bei den Damen setzte sich die Kanadierin Elly Hoskin durch. Hier die Podiumsergebnisse und die Platzierung der heimischen (fast) Elf.

Ergebnisse Enduro (zum Ausklappen)

Elite Damen

  • 1. Platz Elly Hoskin
  • 2. Platz Ella Conolly
  • 3. Platz Mélanie Pugin
  • 25. Platz Hanna Hüttenmeyer
  • 30. Platz Hanna Steinthaler
  • 32. Platz Lisa Mitterbauer

Elite Herren

  • 1. Platz Richie Rude
  • 2. Platz Slawomir Lukasik
  • 3. Platz Elliot Jamieson
  • 71. Platz Valentin Frey
  • 88. Platz Florian Tischhart
  • 90. Platz Bernhard Samek
  • 102. Platz Julian Auer
  • DNF Matthias Stonig

Junioren

  • 1. Platz Melvin Almueis
  • 2. Platz Noé Forlin
  • 3. Platz Gabriel Sainthuile
  • 34. Platz Jannik Birklbauer

Juniorinnen

  • 1. Platz Nezka Libnik
  • 2. Platz Elise Porta
  • 3. Platz Elena Frei

E-Enduro Damen

  • 1. Platz George Swift
  • 2. Platz Florencia Espineira
  • 3. Platz Tracy Mosley
  • 6. Platz Anna Spielmann

E-Enduro Herren

  • 1. Platz Adrien Dailly
  • 2. Platz Hugo Pigeon
  • 3. Platz Damien Oton
Die österreichische Enduro WM Delegation 2025. -Foto: Alexandra Eckert

Pumptrack

Als nächste Disziplin stand die Pumptrack-WM am Menü. Auf dem Asphalt-Kurs in Monthey wurden erst zum fünften Mal die Titel (offiziell) vergeben. Die einzige Österreicherin auf der Startliste war Lena Bauer, die sich aber im Training leider einen Bruch an der Hand zufügte. Wir wünschen eine schnelle und gute Besserung.

Ergebnisse Pumptrack (zum Ausklappen)

Damen

  • 1. Platz Sabina Košárková
  • 2. Platz Christa von Niederhäusern

Herren

  • 1. Platz Eddy Clerté
  • 2. Platz Tristan Borel
Lena Bauer bei der Pumptrack WM 2023 im Ötztal. Foto: Jörg Mitter

Cross Country Marathon

Den Auftakt der (nicht E-) Cross Country-Bewerbe macht das Marathon-Rennen. Gestartet wurde in Verbier und nach 125 Kilometern und knapp über 5.000 Höhenmetern war die Zieleinfahrt in Grimentz. Die Strecke orientierte sich am legendären Grand Raid BCVS Marathonrennen, welches seit 1990 ausgetragen wird und unter anderem über den Pas de Lona führt. Auch einige Österreicher:innen gingen dabei an den Start. Mona Mitterwallner, welche als amtierende Marathon-Weltmeisterin an den Start ging, konnte leider den Titel nicht verteidigen – fuhr aber als dritte über die Ziellinie.

Mona Mitterwallner konnte den Weltmeisterinnentitel leider nicht verteidigen.- Foto: Michal Cerveny/SWpix.com
Ergebnisse Marathon (zum Ausklappen)

Damen

  • 1. Platz Kate Courtney
  • 2. Platz Anna Weinbeer
  • 3. Platz Mona Mitterwallner
  • 32. Platz Nina Mosser
  • 45. Platz Evelyn Sulzer

Herren

  • 1. Platz Keegan Swanson
  • 2. Platz Samuele Porro
  • 3. Platz Hector Paez Leon
  • 5. Platz Hermann Pernsteiner
  • 33. Platz Manuel Pliem

Cross Country XCO/ XCC/ Team Relay

Den Abschluss der Mountainbike-Weltmeisterschaft 2025 stellten die Cross Country Short Track-, Team Staffel- und Olympische Distanz-Bewerbe dar, wobei kein heimisches Team bei der Staffel an den Start ging. Aber auch bei den beiden anderen Disziplinen lief es für Team Österreich nicht gerade rund. Topergebnisse, wie sie heuer im Weltcup quasi Gang und gäbe waren blieben aus.

Laura Stigger stürzte im Rennen leider unglücklich, was eine bessere Platzierung verhinderte.
Ergebnisse XC Short Track (zum Ausklappen)

Elite Damen

  • 1. Platz Alessandra Keller
  • 2. Platz Jenny Rissveds
  • 3. Platz Jennifer Jackson
  • 17. Platz Laura Stigger
  • 20. Platz Tamara Wiedmann

Elite Herren

  • 1. Platz Victor Koretzky
  • 2. Platz Christopher Blevins
  • 3. Platz Mathis Azzaro

U23 Damen

  • 1. Platz Isabella Holmgren
  • 2. Platz Carla Hahn
  • 3. Platz Tyler Jacobs
  • 5. Platz Katharina Sadnik
  • 30. Platz Katrin Embacher

U23 Herren

  • 1. Platz Adrien Boichis
  • 2. Platz Finn Treudler
  • 3. Platz Cole Punchard
  • 30. Platz Julius Scherrer
Ergebnisse XC Olympisch

Elite Damen

  • 1. Platz Jenny Rissveds
  • 2. Platz Samara Maxwell
  • 3. Platz Alessandra Keller
  • 16. Platz Laura Stigger
  • 32. Platz Tamara Wiedmann
  • 41. Platz Mona Mitterwallner

Elite Herren

  • 1. Platz Alan Hatherly
  • 2. Platz Simone Avondetto
  • 3. Platz Victor Koretzky
  • 22. Platz Max Foidl
  • 32. Platz Mario Bair

U23 Damen

  • 1. Platz Isabella Holmgren
  • 2. Platz Vida Lopez de San Roman
  • 3. Platz Valentina Corvi
  • 24. Platz Katrin Embacher
  • 44. Platz Katharina Sadnik

U23 Herren

  • 1. Platz Finn Treudler
  • 2. Platz Cole Punchard
  • 3. Platz Gustav Pedersen
  • 26. Platz Scherrer Julius

Juniorinnen

  • 1. Platz Marusa Serkezi
  • 2. Platz Anja Grossmann
  • 3. Platz Barbora Bukovska
  • 9. Platz Antonia Grangl

Junioren

  • 1. Platz Lucas Teste
  • 2. Platz Roger Suren
  • 3. Platz Lewin Iten
  • 4. Platz Valentin Hofer
  • 5. Platz Maks Barret Maunz
  • DNF Anatol Friedl

Die Mountainbike-Weltmeisterschaft 2026 findet Ende August nächsten Jahres in Italien, genauer gesagt in Val di Sole statt. Bestätigte Disziplinen dafür sind Downhill und Cross Country Short Track, Olympische Distanz und Team Staffel.

Über den Author

Michael Pfuisi

Noch recht frisch in der Bike-Szene, aber schon vollkommen von diesem Enduro-Virus befallen. Das zeigt seine Trailpartie-Süchtelei inkl. Prolog-Erfolgen. Die Grazer Trails sind sein Heimrevier, das er immer öfter für Stages mit Zeitnehmung verlässt.

Artikel teilen