Fotos: Stefanie Wanger / @stefanie.wanger.photography
Hannes Klausner nimmt uns mit hinter die Kulissen des letzten LINES Covers. Von der Idee zum Shot und letztendlich zu einem einzigartigen Printcover, das heraussticht.
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Außergewöhnliche Bilder. Spezielle Orte, wunderschöne Landschaften, künstlerischer Anspruch, kreative Ideen, coole Action oder einfach das Vermitteln von Flow und Spaß beim biken – Bilder – Eine meiner großen Leidenschaften. Sie zeigen real Erlebtes, bieten aber gleichzeitig Raum für Fantasie und Träume. Man kann sie stundenlang betrachten und über das Drumherum nachsinnen. Man kann sie immer wieder anschauen und jedes Mal etwas Neues entdecken – Bilder – Spezielle Bilder. Bilder die es wert sind, betrachtet zu werden. Die es wert sind, wertgeschätzt zu werden. Die es wert sind, in Medien gezeigt oder gar gedruckt zu werden. Bilder wie dieses Cover. Top Shots. Etwas, das man nicht bei jedem Shooting oder jedem Projekt direkt erwarten kann.
Sie entstehen auf die eine oder die andere Weise. Sie entstehen entweder glücklich und spontan auf Reisen, während Projekten oder innerhalb eines Shootings, die sogenannten Lucky Shots, oder aber sie sind von langer Hand geplant und entstehen in einem langwierigen, aufwendigen aber hochinteressanten Prozess. Dieser Shot hier gehört zu zweiterem.
Eine kreative Idee, eine genaue Vorstellung, die Planung, das Shooting, die Organisation und die Umsetzung des Prints bzw. des kreativen Paper-Cuts. Im Falle dieses speziellen Shots sprechen wir von einem mehr als halbjährigen Prozess und einigen Menschen, die am Prozess und am finalen Produkt beteiligt waren. Die Idee, einen Silhouetten Riding Shot als Scherenschnitt im Print umzusetzen, habe ich erstmals Mitte des Jahres 2025 im persönlichen Gespräch mit LINES Magazin angesprochen. Von diesem Zeitpunkt an ging mir die Idee nicht mehr aus dem Kopf. Ich wollte sie unbedingt umsetzen.
Nur wie? Und welcher Shot, welche Szenerie wäre gut dafür geeignet? Und dann kam die Idee! Ein Shot mit dem Mond im Hintergrund. Aber es musste was Spezielles sein. Während der Recherche wurde aber sehr schnell klar: Es sollte der Bibermond sein – Bibermond – Der größte Mond des Jahres. Der hellste Supermond im Jahr 2025 mit der maximalen Leuchtkraft am 5. November. Nur wo würde es am besten sein ihn nicht nur gut zu sehen, sondern ihn auch in Verbindung mit dem Bike gut shooten zu können?
Erfreulicherweise sollte er genau in Premantura / Istrien besonders gut und groß zu sehen sein. Ein Gebiet, dass ich schon mehrmals mit dem Bike besucht habe und deshalb auch gut kenne. Ab dann war klar: Wir reisen Anfang November für einige Tage genau dort hin. Perfekt für ein schönes Ende der Saison, ein bisschen biken und genießen, aber hauptsächlich um genau den Shot zu machen, der mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Beobachten des Mondes, Location Check, Test Shots und ein bisschen Glück mit dem Wetter für den 5. November.
Tag 1









Tag 2














Und als es dann soweit war, wurden wir belohnt. Alles lief perfekt, und das musste es auch. Das Zeitfenster ist klein bei so einem Vorhaben und es musste zum richtigen Zeitpunkt alles passen.

Den Shot im Kasten war es aber noch nicht getan. Würde der Shot auch gut ankommen und würde LINES Magazin Lust haben, mit diesem Shot an unserer gemeinsamen Idee zu arbeiten? Viel Arbeit, Aufwand und Geld im Vorfeld investiert, bekam ich aber direkt positive Rückmeldung. Ein Moment der Erleichterung. Ein wichtiger Schritt Richtung genau dem Endprodukt, das ich mir so sehr wünschte.
Nun lag es nicht mehr an mir. Es war an LINES, die Machbarkeit zu prüfen. Herauszufinden, ob ein Scherenschnitt im Print möglich ist umzusetzen, und ob es vielleicht sogar am Cover funktioniert. Etwas Zeit verging. Ungeduldig wartete ich auf Rückmeldung und hoffte auf positive. Und dann kam die Nachricht.
Es war umsetzbar und die Crew von LINES Magazin war gewillt, die kreative Idee in die Realität umzusetzen. Wie geil war das denn?! Als das fertige Cover dann bei mir zu Hause ankam, war ich überwältigt. Das kreative Herz in mir schlug wahrlich höher, als ich es aus der Verpackung nahm und zum ersten Mal aufklappte. Ein doch langer Prozess der mit einem Endprodukt abgeschlossen werden konnte, das nicht besser hätte sein können. Absolut perfekt in Verbindung mit dem hochwertigen Doppelcover Einband, für den LINES Magazin bekannt ist.
Hammer!
Doch irgendwie war das trotzdem noch nicht ganz der runde Abschluss, den ich für mich bzw. in mir erwartet hatte. Es fehlte noch was. Der Kreis musste sich schließen. Was aber fehlte noch? War das nicht genau das, was ich wollte?
Doch, das war es! Aber eines fehlte noch in diesem doch kreativen Prozess. Etwas, das manchem vielleicht lächerlich oder doof erscheinen mag. Für mich jedoch war es wichtig. Wichtig um dieses Projekt zu 100% perfekt abschließen zu können. Das fertige Cover musste wieder genau dorthin, wo es entstanden ist. Ich wollte den Kreis auf eine Art schließen, wie ich es zuvor noch nie gemacht hatte.
Gesagt getan. Wir reisten erneut nach Premantura um den finalen Print zu shooten. Genau dort, wo wir auch das Bild geshootet hatten. And here we go!





Eine Idee. Ein Projekt. Ein Bild. Ein Kunstwerk.
DANKE LINES Magazin für eure Offenheit für kreative Ideen und euren Einsatz für die Umsetzung dieses speziellen Covers. Nicht nur ein weiteres Magazin Cover. Ein wahres und bedeutsames Kunstwerk, das immer einen speziellen Platz haben wird. Ohne Ablaufdatum. Für die Ewigkeit.
Ein großer DANK geht auch an Stefanie Wanger Photography, die mich im gesamten Prozess begleitet hat und ohne die dieses Projekt für mich nicht umsetzbar gewesen wäre.

Ride on,
Euer Hannes
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