Fotos: Markus Gutschi
Die Familie Gutschi ist ein bikebegeistertes Quartett aus der Südsteiermark. Die Eltern – Ingrid (45) und Markus (43) – angetane Radlfahrer, die Kids – Anika (12) und Janik (10) – auch bereits voll mit dem Fahrrad-Virus infiziert. Ein Camping-Bikepark-Trip brachte die Familie auf Bergab-Kurs, weshalb sie 2025 auf ihre erste Gravity Card-Saison zusteuerte. Papa Markus lässt uns an der Reise teilhaben.
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Jedes Wochenende im Bikepark. Wow, klingt irgendwie genial. Weit waren wir auch nicht davon entfernt. Im Gültigkeitszeitraum der Gravity Card notierten wir 2025 27 Parkdays. Heruntergerechnet verbrachten wir von April bis November jeden 8. Tag mit „lifteln und shredden“. Natürlich mag es Biker geben, die noch weit mehr Zeit auf den Lines in diversen Destinationen verbringen. Meist ist der Alltag hier noch weniger durch Verpflichtungen geprägt. Das ergibt dann automatisch mehr Raum für eigene Interessen und hinten raus mehr Zeit auf dem Bike. Als Familie mit schulpflichtigen Kindern und einem zu leitenden Unternehmen sieht die Realität allerdings schon ganz anders aus, oder besser gesagt, nimmt der Alltag eine ganz andere Fahrt als auf dem Fahrrad auf. Zwischen Schularbeiten lernen mit Mama und dem Traum vom perfekten Ride mit Papa prallen hin und wieder unterschiedliche Prioritäten aufeinander. So kam es schon mal vor, dass kurz vor einer Prüfung in der Gondel eine Bildgeschichte von „Sherlock Grohms“ auf Englisch erzählt wurde oder auf der Autofahrt die Berge der Obersteiermark kurzerhand am Original für den Geografietest herhalten mussten. Kompromisse, die man eingehen muss, damit das Ganze funktioniert. Soll hier auch kein Jammern sein. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, unser Leben mit Kindern zu verbringen. Was zwar nicht immer einfach ist, aber wer es nicht selbst erlebt, kann hier definitiv nicht mitreden.
Glemmride
Wo waren wir das letzte Mal stehen geblieben? Genau, wieder einmal in Saalbach bzw. Hinterglemm. Fangen wir wieder dort an, wo ich schon in den letzten Teilen meiner Berichte angefangen habe. Im Glemmtal. Oder genauer gesagt beim Glemmride. So nennt sich nämlich das Fest, wo jeder halbwegs begeisterte Mountainbiker oder auch Bikerin, zumindest der oder die abwärts orientierte, einmal hin muss. Ich sehe, so kann man die Wörteranzahl im Beitrag auch gleich mal ordentlich nach oben bringen. Falls in den darauf folgenden Absätzen nicht immer richtig gegendert wird, nehmt es mir bitte nicht übel.

Glemmride. Hier waren wir. Und nicht nur wir. Alles, was in der Szene einen Namen hat, war dort vertreten. Vom großen Fabio Wibmer, er ist wirklich groß, über diverse Aussteller bis hin zum kleinsten vermeintlichen Influencer, der neuen Content für seine Follower suchte. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Die meiste Zeit war es nass und regnerisch. Und kalt. Der Regen kam immer wieder mit kleinen Abständen über die nördlichen Berge ins Tal. Kaum hatten wir alles startbereit, tröpfelte es schon wieder. Wir kamen an dem Wochenende nicht wirklich viel zum Fahren. Es heißt ja so schön, es gäbe kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Mag ja stimmen, aber irgendwann reicht es. Und abgesehen von den Bikes, die man an der Waschanlage wieder gut sauber bekommt, sieht es bei der Bekleidung ganz anders aus. Noch dazu, wenn man mit weißen Hosen fuhr bzw. unter dem Motto “always steezy”.
Wenn es einem noch nicht aufgefallen ist. Die heranwachsenden Shredder fahren längst nicht mehr mit bunter O’Neal Vollausrüstung, Pants in der Skinny Variante oder vielleicht sogar in kurzer Hose. Ganz und gar nicht. Ein gewisser Stil für einen Youngster ist Voraussetzung. Baggy Jeans! Je breiter, umso lässiger. Notfalls in die weißen Socken gesteckt, damit einem die Hose nicht vom Kettenblatt aufgerissen wird oder man unfreiwillig darin hängen bleibt. Hoffentlich mit Knieschützern darunter. Dazu kommt ein Oversized-Shirt oder Pulli, wenns etwas frischer wird. Und ganz wichtig. Der Rückenprotektor wird außen getragen. Schulter und Ellbogenprotektoren sucht man vergebens. Wieso auch, “sieht ja scheiße aus”, um es mit den Worten meines 10-jährigen Sohns zu beschreiben. Das Thema Ellbogenschützer hatte ich im vorigen Artikel bereits angesprochen. Ohne in die Tiefe zu gehen. Ich hab es aufgegeben und sah ein, dass sich “steezy” nicht mit Schützern am Arm vereinbaren ließ. Schützer hin oder her bzw. Ellbogenprotektoren tragen oder nicht. Beim Glemmride regnete es immer noch. Zeit, ein wenig durch die Expo zu schmökern.


Durch das schlechte Wetter war es angenehm ruhig. Einmal rauf, einmal runter. Kleines Rocket Ride Kaffeekränzchen, ein paar Glücksräder gedreht, Foto mit Fabio Wibmers Boliden am Nineyard-Stand. Auch wenn wir nichts Konkretes suchten, hatten wir das Glück, Philipp Gatterer am Marin Stand anzutreffen. Ebenso Jasper Jauch, der uns bei Fox kurz für ein Foto zur Verfügung stand, bevor er nach einem Service wieder ins Gelände fuhr. Ganz unkompliziert. Ohne langes Anstehen.
Hatte man Lust etwas länger zu stehen, um ein Autogramm zu erhalten, so musste man sich in die Schlange stellen, wo am Ende der Klick-Milliardär Fabio Wibmer saß. Zwei Stunden anstehen waren uns jedoch zu viel. Da verbrachten wir die Zeit lieber mit Shoppen. Soll aber auf keinen Fall bedeuten, dass wir Fabio nicht mögen. Im Gegenteil. Er ist, wie ich schon mal angemerkt habe, wesentlich daran beteiligt, dass sich die Szene so entwickelt hat. Der Hype um ihn kommt nicht von ungefähr. Und so wurde auch wieder einiges vom Zeugnisgeld der Kinder in neues Sick! Merch investiert. Schön langsam könnten wir einen Sick Second Hand Store auf willhaben aufmachen.
Maribor
Am Samstag ging es nach Hause. Und am Sonntag nach Marburg. In den “Aufzeichnungen” standen für dieses Wochenende noch zu wenig gefahrene Trailkilometer. Nein, im Ernst, wir zeichnen keine Fahrten auf. Doch das Gefühl, wir mussten die Gravity Card ausnutzen, lag irgendwie immer im Nacken. Und so fanden wir uns am Sonntag in der Früh bei feinstem Wetter in Marburg wieder. Inspiriert von den Pros in Saalbach sahen wir uns nach den ersten Flowline-Runden den Red Fox und den schwarzen Fury Trail an. Technisch gehts es hier schon etwas mehr zur Sache. Hier fand ich mich wieder, leider nicht ganz im Einklang mit den Kindern. Teilweise sehr steile Passagen, enge Kurven und man muss die beste bzw. die sicherste Linie suchen. Keine großen Sprünge. Macht richtig Spaß. Machte eigentlich nicht so richtig Spaß, meinte ein Teil der fahrenden Gruppe. Ok, ich hatte vergessen, dass meine Kinder hinter mir fuhren. Die Kinder, die Jumplines á la Steezy Wonder und sowieso alle luftigen Flowlines lieben. Insbesondere Janik, der das absolute Bike für ruffe Lines hätte, aber seine 160mm Federweg an beiden Enden seines “FREDs” lieber für den “Steezy-Ride” oder einen dezenten Trick auf einer Jumpline einsetzte. Obwohl Anika mittlerweile auch die flowigen Strecken bevorzugte, fühlte sie sich im Gegensatz zu ihrem Bruder in den technischen Lines sichtlich wohl. Sie hat sich in den letzten Jahren super entwickelt. Steht, soweit ich das beurteilen kann, technisch sicher am Bike und vom Gefühl her kann ihr nichts zu steil sein. Auf jeden Fall steht sie den Jungs um nichts nach. Was es für mich als Papa einfach macht. Wir können zusammen (fast) alles fahren. Auch rote und schwarze Abfahrten ohne Jumps. Naja, zum Abschluss entschädigte uns der Red Fox doch noch mit einem 3er-Drop. Schluss am End. Alles perfekt.
Blödsinn gibt es nicht
Ok, muss es immer perfekt sein? Ich glaube, mit Kindern geht das gar nicht. Ganz und gar nicht mit zwei halbstarken, beinahe Teenagern. Bei denen die Gefühlslage manchmal schneller wechselt als die Gondeltür aufgeht. Gerade war die Motivation noch auf Anschlag. Gleich darauf Weltuntergang, weil ein Sprung nicht so funktioniert hatte wie gedacht. Oder weil der Bruder irgendwas gesagt hatte. Oder falsch geschaut hatte. Oder einfach existierte. Und ganz ehrlich. Diese unperfekten Momente sind oft die, die bleiben. Weil man sieht, welche Entwicklung hier vor sich geht. Nicht nur am Bike. Sie lernen, mit Frust umzugehen. Mit Angst. Und allen anderen Gefühlen, die man in diesem Alter durchlebt. Und ich. Ich lerne loszulassen.
Unlängst nahm ich wieder mal ein Buch zur Hand. Ein Buch, das ich mir vor Jahren mal gekauft hatte. Es war eines der 5 Bücher, die ich in meinem Leben gelesen habe. In der Schule wurde ich mehr oder weniger dazu gezwungen, Tom Sawyer zu lesen. Danach hing ich gefühlt 2 Jahre lang in einem Roman namens Everest fest. Mehrere Jahre nichts, dann zwei Bücher von Thomas Brezina und irgendwann mal “Der kleine Prinz”, von dem ich das Ende bis heute nicht kenne. “Blödsinn gibt es nicht” lautete der Titel eines der beiden Brezina-Bücher. Kein Kinderbuch. Ein Buch für Eltern oder Menschen, die mit Kindern beruflich zu tun haben. Das einzige Buch, das ich jemals wirklich bewusst gelesen habe. Es hat mich voll und ganz getroffen. Ich könnte einige Stellen aus diesem Buch hier hervorheben, doch ein Zitat stand gleich am Anfang: “Gemeinsam das volle Leben spüren und zu staunen – das gehört sicherlich zu den schönsten Momenten für Familien und alle Menschen, die mit Kindern zu tun haben.” Ich glaube, das ist es, was eine Familie ausmacht. Sich die Zeit zu nehmen und diese mit seinen Kindern zu gestalten. Sie zu begeistern. Verständnis zeigen und sie stärken in dem, was sie gut können. Der Zeitraum dafür ist sehr sehr kurz. Wenn es einmal heißt: „Danke, dass ihr mir den Raum gegeben habt, mich so zu entwickeln, wie ich wirklich bin.“ Ich denke, dann hat man ziemlich viel richtig gemacht.
Ich war heuer genau einmal allein im Bikepark. Ein einziges Mal. Sicher, es war fein. Aber irgendwas hat gefehlt. Kein Blick nach hinten. Kein „Schau Papa“. Keine “Normale Kartoffel auf die Eins” in der Gondel. Kein Michael Jackson “Hee Hee” auf der Flowline. Eigentlich möchte ich keines der Dinge beim Fahren missen. Ich stellte mir schon manchmal die Frage, wie viele Jahre fahren wir überhaupt noch so in dieser Konstellation? Irgendwann sind sie schneller. Ganz sicher. Dann fahre ich hinten nach und rede mir ein, ich überlasse ihnen bewusst die Vorfahrt. Und irgendwann wird die Zeit zusammen weniger, weil sie eigene Familien haben oder ganz andere Interessen verfolgen. Dieser Moment rückt unausweichlich näher. Und deshalb genieße ich jede Minute mit meinen Kindern. Nehme bis dahin jede Abfahrt mit. Jede Diskussion über Linienwahl. Jeden Fist-Pump am Anfang und am Ende jedes Trails.
Ich will aber nicht als Ratgeber für Biker-Familien fungieren. Im Grunde muss jeder für sich selbst herausfinden, wie es am besten funktioniert. Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht bzw. “Blödsinn gibt es nicht” oder anders gesagt, es gibt keine Bedienungsanleitung für das Leben!
Doch wieder Rennen
Wieder zurück zum Thema. Biken. Ich habe im ersten Beitrag ein wenig über meinen Zugang zu Wettkämpfen geschrieben: “Es soll jedoch auf keinen Fall heißen, dass ich Wettkämpfe für Kinder per se schlecht finde. Die Entscheidung dafür sollten jedoch nicht die Eltern alleine treffen.” So meine Aussage damals. Und da waren wir nun. “Ich würde gerne wieder beim Wexl Rennen teilnehmen.” klang es eines Tages aus dem Zimmer von Janik. Ok? War irgendwie nicht mehr auf meinem Plan, nachdem er vor 2 Jahren auf Platz 13 liegend meinte: “So einen Scheiß fahr’ ich nie wieder. Ich fahr’ sowieso nie mehr ein Rennen!” Auch Anika kam danach zu mir und meinte, sie hätte eigentlich auch Lust wieder mitzufahren. Wieso eigentlich nicht. Es ging um nichts und wenn ich ehrlich bin, machte es mich sehr stolz, wenn sie zeigen konnten, was sie in den letzten Jahren gelernt hatten. Wir gaben unseren Kids noch ein wenig Bedenkzeit. Ändert sich die Meinung eines Pubertiers ja fast stündlich. Das Vorhaben hielt jedoch an und so haben wir die Beiden für das Rennen Ende September am Wechsel angemeldet. Obwohl die Wexl Trails zu diesem Zeitpunkt kein Teil der Gravity Card waren, hatten wir uns zweimal vorher vor Ort eingefunden. Um zu trainieren. Naja, ein wenig. Meist befahren wurde die Jumpline. Ach wie gern hätten wir so einen “Wexl Trails-Bikepark” irgendwo ums Eck. Einfach mal nach der Arbeit schnell ein paar Runden drehen. Bei uns wurden einige Lifte definitiv zu früh stillgelegt. Ich denke, bei ein paar wäre gutes Potential vorhanden gewesen. Auch die noch vorhandenen Skigebiete in unserer Region machen keinen Anschein, dass sie in Richtung Bike investieren. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Zurück in die Wexl-Arena. Leider wurde Janik ein paar Tage vor dem Rennwochenende krank und musste zu seinem Leid auf das Rennen verzichten. So fuhr Anika mit ihren beiden Opas und mir am Renntag nach St. Corona. Es war spürbar Herbst geworden. Etwas Regen am Vortag, Nebel und Frühtemperaturen unter 10 Grad. Wir waren schon zeitig vor Ort. Schnell die Startnummer geholt und gleich mal ein paar Runden gedreht. Anika fuhr seit Ende September mit meinem “alten” Canyon Spectral CFR 9.0. Ein 2020er Vollcarbon-Fully mit wendiger Geometrie in Größe M und nur 12,5 kg Gesamtgewicht. Mit 160cm Körpergröße war es eigentlich noch eine Spur zu groß. Zumindest laut Hersteller. Optisch machte es aber einen guten Eindruck und sie zog die Kurven damit wesentlich ruhiger als mit dem Vorgänger, einem Cube Sting 140HP Race in Größe S. Noch dazu waren nagelneue Conti Kryptotal montiert. Und so sahen wir uns die Strecke, die in der U13 “David Flowy“ von ganz oben hieß, mal im Detail an. Im Grunde kannten wir die Flowline am Wechsel. Hier und da gab es aber noch Infos und Tipps von mir zur Ideallinie oder Fragen von Anika, wie man die eine oder andere Stelle besser fahren könnte. Beim 3. Run hatte ich dann teilweise schon zu tun, um ihr nachzukommen, vor allem mit meiner Luft. Da geht heute was, dachte ich mir. Also bei meiner Tochter. Ich habe herausgefunden, dass mir ein wenig mehr Training nicht schaden würde. Kleine Stärkung und dann zum Start. Die Auffahrt war diesmal länger. Viel, viel länger. Wie schon geschrieben, starteten die Teilnehmer und in dem Fall auch die Teilnehmerinnen der U13 von ganz oben. Leider kein Vorteil für Anika. Zu lang, zu kalt, vielleicht vorher zu viel gefahren und im Kopf “Ich fahre eigentlich viel lieber runter als den Berg rauf“. Auf alle Fälle hatte sie sich oben am Start schon sehr ausgepowert und konnte sich bis zum Start nicht mehr ganz erholen. Nach der 2. Etappe hatte sie bereits erste Krämpfe in beiden Oberschenkeln. Ich versuchte, diese noch Etappe für Etappe heraus zu massieren. Hat leider nur bedingt geholfen.

Obwohl die Oberschenkel zu machten, konnte sie sich nach unten verbessern und Zeit gegenüber ihren Konkurrentinnen gut machen. Sie tat mir wirklich leid. Krämpfe und vor allem wenn man dann noch dagegen arbeiten muss, sind wirklich nicht angenehm. Sie meinte noch zu mir: “Immer wenn sie antreten möchte, geht es nicht mehr richtig.“ Und obwohl sie auf der letzten Etappe knapp 3 Sekunden gut machen konnte, fehlten ihr schlussendlich drei Zehntel auf Platz Eins. Aber die Zieleinfahrt oder besser gesagt der Ziel-Slide zu Boden, weil ein normales Absteigen nicht mehr möglich war, und eine Dehnung vom Sanitäter wie bei einem Fussballspiel nach Verlängerung, wird mir lang in Erinnerung bleiben. Ich war und bin sehr stolz auf sie. Das Rennen hat ihr deutlich gezeigt, dass man für etwas kämpfen und nicht sofort aufgeben sollte. Leider war nach dem Essen nicht mehr an leiwandes Biken am Wexl zu denken. Und so kamen wir auch nicht dazu, den neuen Lift zu testen. Unser Fazit für diesen Tag war folgendes: Alles oben Geschriebene soll keine Ausrede sein. Wenn man Enduro-Rennen fahren möchte, schadet es nicht, auch ein wenig bergauf zu trainieren. Trotzdem war Anika voll happy mit ihrem 2. Platz. Zu all den lässigen Preisen gab es noch ein tolles Putz- und Reinigungs-Set, welches die Erstplatzierten anscheinend nicht erhielten. Und die Spaghetti in der Wexl-Lounge haben diesmal besonders geschmeckt. Na bitte, alles richtig gemacht. Bis auf das, dass wir den neuen Lift nicht probiert hatten. So mussten wir nochmal raus. Auch wenn die Gravity Card hier noch keinen Dienst verrichtete. Auf den Wexl Trails zu fahren ist immer eine Reise wert. Oder zwei. So waren wir hier im Oktober noch zwei Mal vertreten und konnten den neuen Lift sowie die neuen Lines bei herrlichem Oktoberwetter ausgiebig testen. Stark, was da weitergegangen ist!

Zum Ausklang wieder Maribor
Der Abschluss fand wie schon der Saisonstart in Maribor statt. Irgendwie fühlen wir uns bei den Nachbarn in Slowenien wohl. Hier liegt ein gewisser Flair in der Luft. Vielleicht weil die Stadt schon ein wenig südlicher liegt oder die Menschen dort irgendwie noch mehr Lockerheit an den Tag legen. Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es auch an den Preisen in den Lokalen, die im Vergleich zu anderen Regionen wirklich bescheiden sind.
Wir schrieben das Jahr 2025. Ganz genau den 1. November. Ja, genau, November. Im Logbuch der Familie Gutschi war vermerkt, dass wir bereits seit dem 5. April unterwegs waren und wir uns an dem Ort befanden, wo heuer unsere Reise begann. Noch ein ganzer Tag voller Bikeabenteuer. Mit allen Zügen, die er hergab. Und obwohl der Park um diese Jahreszeit um 16 Uhr schloss, haben sie einfach so noch eine Stunde draufgelegt. Gibt es auch nicht überall oder besser gesagt nirgends. In der letzten Abfahrt konnten wir von oben bereits die Lichter der Stadt unter uns glitzern sehen. Es hatte irgendwas ganz Besonderes. Ein echt würdiger Abschluss für unsere erste Gravity Card-Saison.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die im Laufe unserer Zeit mit uns gefahren sind, bei meinen Freunden, bei den Menschen, die wir unterwegs kennengelernt haben und bei allen, die diesen Sport lieben und vorantreiben. Ich danke meinen Eltern dafür, dass sie mir die Werte und die Persönlichkeit mitgegeben haben, die mich ausmachen und ich diese somit auch an meine Kinder weitergeben kann. Ein ganz großes Dankeschön geht natürlich an meine Kinder. Sie waren und sind nach wie vor mit Begeisterung, Mut und vor allem Spaß bei jedem Abenteuer dabei und haben den Wert jedes unserer Erlebnisse ins Unermessliche gesteigert. Mein besonderer Dank gilt meiner Frau Ingrid. Sie ist immer an meiner Seite, unterstützt mich in allem, war bei zahlreichen Abenteuern dabei, hat uns immer bestens versorgt und so manchen Streit geschlichtet. Genau dieser Zusammenhalt macht eine Familie aus. Danke!
Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in unser bisheriges Abenteuer „Bike“, insbesondere „Ein Jahr Gravity Card“ geben. Und auch, dass der eine Papa oder die andere Mama etwas daraus mitnehmen kann. Vielleicht sieht man sich ja mal auf einer der vielen Lines. Würd mich sehr freuen. In diesem Sinne beende ich diese Serie mit dem Spruch, von wem er auch immer stammen mag …“Life’s better on a bike!”
Du willst ganze erste Gravity Card-Saison der Familie Gutschi miterleben?
Hier findest du Teil 1.
Hier gibt’s Teil 2.
Und hier Teil 3.
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