Die fetzigsten Bike-Outfits

Christoph Berger-SchauerMaterial

Endura AllTrack Kollektion

Fotos: Endura

Style over Speed – wer nicht schnell ist, der muss Eindruck durch’s Erscheinungsbild schinden. In diesem Sinne haben wir uns die fetzigsten Bike-Outfits angeschaut. Eine Auswahl.


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Endura AllTrack

Früher waren die Schotten schlichtweg für funktionelle – und vor allem regenfeste – Bike-Textilien bekannt. Sachen, mit denen Danny MacAskill seinen regnerischen Alltag in den Highlands bestreitet. Heute ist aber nicht mehr früher und Endura hat sich ordentlich gewandelt. Die Marke macht längst nicht mehr nur Textilien, sondern hat Helme, Protektoren und Schuhe im Portfolio. Besonders viel hat sich designtechnisch in den letzten beiden Jahren getan. Mit den Kollektionen Forty1Thirty und SulTrac schlugen die Schotten Töne an, die wir aus deren Richtung nicht für möglich gehalten hätten. Man merke: Auf einem Dudelsack lassen sich sehr viele Töne anstimmen.

Neue Töne, das passt auch gut auf die heurige Kollektion AllTrack. Da gibt’s auffällige Stücke, wie das Unisex AllTrack Ride K/A Resort Shirt. Im Großen und Ganzen hält man sich mit wilden Designs diesmal zurück und wählt bei den Farben recht verträgliche Pastell-Töne. Der wirkliche Clou der Kollektion – und die Einzigartigkeit – liegt woanders. Nämlich im Zugang, dass man auf Disziplinen pfeift. Enge Hosen, weite Jacken, Rennrad-Trikots, Trail-Hemden. Bei der AllTrack ist alles bunt gemischt. Willkürlich? Weit gefehlt. Denn wurscht ob Race-Panier oder Lifestyle-Look: alles lässt sich miteinander kombinieren. Endura spricht von den Fits Race, Ride & Rout. Die freie Mixbarkeit soll dem/der moderne*n Radlfahrer*in entsprechen, der/die sich nicht mehr in eine einzige Schubladen stecken lässt, sondern nach der Arbeit gravelt, am Samstag im Trailcenter unterwegs ist und Sonntags eine ordentliche Rennradrunde zimmert.


DHaRCO

Das Flamingo-Muster oder der weiß-schwarze Leoparden-Look von Amaury Pierron. Wenn man über fetzige Bike-Outfits spricht, kommt man an DHaRCO nicht vorbei. Dezente Teile muss man bei der australischen Marke wirklich suchen. Gefühlt gibt’s hier wirklich das ganze Farbspektrum – oft auch auf einem einzigen Stück. Bei manchen Sachen sind wir uns nicht mal sicher, ob das Epileptiker-tauglich wäre.

Kollektionen gibt’s bei DHaRCO nicht wirklich. Aus dem aktuellen Angebot sticht an Intensivität das Herren Tech Party Shirt Jinx aka Unruhestifter hervor. Ein Hemd, in dem wir uns Amaury Pierron sehr gut auf der nächsten After-Worldcup-Race-Party vorstellen können. Praktischerweise gibt’s die Unterhose im passenden Design dazu. Jede weitere Visualisierung überlassen wir deiner Fantasie.

Übrigens: Jorts – also Jeans-Shorts – sind wieder in. Auch beim Biken.

Hemd …
… und passende Unterhose.

Troy Lee Design

Wenn’s um kleschige Outfits geht, dann ist #zirbitzbusreisen eine erstklassige Inspiration. Wer es schafft beim Enduro2 jeden Tag in abgestimmter, knalliger Adjustierung mit seinem Partner/seiner Partnerin am Start zu stehen, der hat sein Bike-Outfit-Game definitiv on point.

Obwohl sich neuerdings andere Marken in den Gewandkasten einschleichen, verbinden wir keine so mit Benjamin Meier-Leeb wie Troy Lee Design. Irgendwie in der Zeit stehen geblieben, aber trotzdem cool (wir reden von TLD). Allein Bennis Short mit Wildkatzen-Muster auf Farbverlauf neongelb-orange-feuerrot ist ein fahrendes Ausrufezeichen. Im akutellen Sortiment konnten wir die Hose leider nicht mehr finden, aber Neon ist nach wie vor hoch im Kurs bei den Amerikanern.

Old School und doch irgendwie cool.
Hauptsache es klescht.

O’NEAL

56 Jahre gibt’s O’NEAL. Ein echter Klassiker, wenn es um Motocross- und Mountainbike-Bekleidung geht. Ein echter Klassiker, was knallig-eingefärbte Textilien angeht. Ehrlicherweise muss man sagen: Mit über 50 ist man wirklich erwachsen und so featured die Kollektion eher schlichte Farben. Doch irgendeinen Charakter in der O’NEAL-Designabteilung muss es geben, der sagt: „So nicht, Freunde. Wir haben noch immer was richtig Wildes im Programm gehabt.“

Und so finden sich in jeder O’NEAL-Kollektion Teile, bei denen man sich fragt: Wie stark musste sich der stilsichere Greg Minnaar in seiner Karriere wehren, dass sie ihm nie – wirklich nie – ein optisches Störfeuer wie das Mayhem Jersey übergestülpt haben?

Unglaublich wild, aber irgendwie hat’s was.
Bei O’NEAL ist man offenbar der Meinung, dass besonders Kindern der Stil taugt.

Fox Racing

In der Reihe der fetzigsten Bike-Outfits dürfen die Teile mit dem Fuchs natürlich nicht fehlen. Tahnee Seagrave hat den Fox Speedsuit zu Bekanntheit geführt und zu ihrem Markenzeichen gemacht. Die Kalifornier geizen aber auch abseits des rosaroten Renn-Einteilers nicht mit wilden Mustern, Farben und Grafiken.

Insbesondere bei den Special Editions bekommen die Designer*innen offenbar noch freiere Hände. Da wird auf’s gerade Wohl drauf los kombiniert, was die Farbskala hergibt. Man geht dorthin, wo sich die Farben gerade noch nicht schlagen – oder so sehr, dass man es schon wieder klass‘ findet. Was Fox drauf hat wie kein anderer: Bei einigen Kollektionen zieht sich das Design über Jersey, Hose, Helm, Handschuhe, Goggle und Schuhe. Mehr aus einem Guss, geht nicht.

Aus einem Guss!

Dir geht eine knallige Panier ab?
Dann schreib’s uns an linestribe@lines-mag.at oder auf Instagram unter @lines_mag.

Über den Author

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.

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