Foto: Cycling Austria
Max Wegener ist neuer Downhill-Nachwuchsnationaltrainer bei Cycling Austria.
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Marcell Frey, der Anfang 2024 in die Rolle des Downhill-Nachwuchsnationaltrainers schlüpfte und der – so der allgemeine Tenor – gute Arbeit leistete, hat sein Amt aus persönlichen Gründen übergeben. Nachfolger in seiner Position ist Max Wegener. Ursprünglich aus dem Ruhrpott, hat Max seine Zelte schon länger in Leogang aufgeschlagen. Manche kennen ihn vielleicht schon durch seinen Brotjob als Guide der Bike School Elements, andere vielleicht vom Covershot von LINES Issue #21. Wir haben mit Max ein erstes Amtsantrittsgespräch geführt.

Max, Gratulation erstmal zur neuen Stelle. Magst du dich kurz selbst vorstellen, für alle, die dich nicht kennen?
Ich bin der Max. Ich komm ursprünglich aus dem Motocross, von meinem Papa inspiriert. Bin über BMX – zuerst mit Tricks und allem was Spaß macht – über BMX Racing und Dirtjump bis zum Downhill durchgerutscht durch den Gravity-Bereich. Solang Räder unter den Füßen waren – alles super. Langsam aber stetig bin ich dann zum Downhill-Rennfahren gekommen. Ich bin da voll reingerutscht, sehr erfolgreich, das hat viel Spaß gemacht und war sehr motivierend sich zu steigern und zu verstehen wie man schneller wird.
Während dem Rennfahren bin ich von meiner aktuellen Chefin angesprochen worden, ob ich mich in der Bikeschule versuchen möchte? Ich dachte: Joah, das könnt ich mal probieren, es war aber noch nicht ganz in meinem Interessensbereich. Es hat sich dann aber schnell ergeben, dass das sehr gut funktioniert und mir auch gut gefällt. Durch die Pandemie hat sich die Tätigkeit in der Bikeschule zum Hauptfokus entwickelt. Ich bin jetzt seit über 10 Jahren Bikeguide bei der Bikeschule Elements.
Wie ist es dazu gekommen, dass du Downhill-Nachwuchsnationaltrainer geworden bist?
Ich bin durch den vorherigen Nationalteamtrainer gefragt worden, ob ich das machen möchte. Dass diese Stelle existiert, hatte ich etwa zwei Jahre am Schirm. Ich wurde in der Vergangenheit hin und wieder von Marcell [Frey] als Co-Trainer dazugeholt. Da fand ich’s sehr cool, wie die sehr jungen, aber ambitionierten Jungs und Mädels mit Einsatz dabei sind.
Ich bin meist mit Gästen aus dem Tourismus unterwegs und fand es sehr inspirierend mit dem Downhill-Nachwuchs zu arbeiten, die jeden Tipp aufnehmen und in jungen Jahren schon so diszipliniert sind. Kurz: Ich hätt mir gut vorstellen können, als Nachwuchstrainer zu arbeiten, aber für mich war Marcell die perfekte Wahl, deshalb stellte sich die Frage nicht. Bis er mich fragte.
Ich hatte dann supernette Mails und Kontakt mit Cycling Austria. Letztens bin ich dann nach Wien gefahren, um die ganze Bagage kennen zu lernen. Da haben wir sehr viele Fragen geklärt.
Und jetzt bist du seit diesem Monat Downhill-Nachwuchsnationaltrainer. Kennst du bereits den Kader?
Ich kenn‘ einen Teil und ein paar Namen. Aber vor allem die, die ich durch die Trainings kannte, sind schon älter und oben rausgewachsen.
Kannst du von deinem Job als Bike Guide etwas in den neuen Job ummünzen?
Klar. Wir haben sehr viele Jungs und Mädels, die Race-Trainings bei uns machen – teilweise rauf bis zum Europacup. Außerdem trainieren wir uns mehr oder weniger ständig selber. Ich und mein Kollege sind Cheftrainer bei Elements und zuständig für Ausbildungen wie den Bikepark Coach. Methodik machen wir auf und ab.
Ich bleib‘ auch in meinem Job als Elements Trainer. Das hab ich mit meiner Chefin besprochen. Ich trau‘ mir das auch deshalb zu, weil ich Support von allen Seiten hab.
Was sind die nächsten Schritte?
Cycling Austria bringt jedes Jahr den Riders Guide raus. Da steht drin, welche Qualifikationskriterien es gibt, wer in den Kader kommt, etc. Beispielsweise auch welche Rennen wichtig sind, um sich für die Downhill EM in Sofia zu qualifizieren. Dem Sportdirektor war’s wichtig, dass ich da meinen Senf mit reingeb‘ und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. An dem arbeite ich gerade und der wird bald fertig sein.
Wie schaut’s mit der Planung für die Saison aus?
Ich kam vor einer Woche gerade erst aus Wien. Jetzt lege ich die Termine für die Trainings fest. Die werden bald fixiert sein und dann wird der Kader informiert.
Unter der Saison werde ich zu Rennen fahren – auner Auner Austrian Gravity Series und Europacup – und ein paar Trainings abhalten.
Dein Amtsantritt ist noch ganz frisch, aber hast du dir schon Ziele gesteckt?
Ich möchte, dass die Jungs und Mädels aus meinen Fehlern lernen. Und ich möchte, dass sie sich auf jeden Fall auf sich fokussieren können. Sie müssen verstehen, dass sie das für niemanden machen, außer für sich selbst.
Offensichtliche Frage: Wo trifft man dich am meisten am Bike?
In Leogang natürlich. Da kann man mich jeden Tag sehen. Entweder im Riders Playground oder nach der Arbeit oben auf der Hot Shots.
Vielen Dank, Max. Möchtest du noch etwas hinzufügen?
Ich freu‘ mich auf die Herausforderung und hoffe, dass der Kader mit mir so zufrieden ist, wie er es mit Marcell war.
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