Foto: Friedrich Simon Kugi
Alle Jahre wieder ist’s im Jänner soweit, dass ich es kaum noch abwarten kann g’scheit biken zu gehen. Und damit meine ich nicht, in 5 Schichten einpackt auf eisigen und gatschigen Trail mehr oder weniger souverän den Weg runter zu finden – sondern das Radl in’s Auto zu schmeißen und mal was anderes zu erleben. Deshalb hier fünf Schmankerl, auf die ich mich 2026 am meisten freue.
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(Blind) Rennen fahren
Mittlerweile gibt’s kaum etwas, was mir so viel Spaß macht, wie Enduro-Rennen fahren. Lange Tage am Radl, gemeinsam mit Freunden irgendwo biken, wo man noch nie war, und der Kick, wenn man am Start einer Stage steht – ein wahnsinnig feines Gefühl. Für 2026 sticht da aber was Besonderes heraus – nämlich Blind-Racen. Nach ein paar Events im letzten Jahr, bei denen man auf Sicht unterwegs war, hat mich das nicht mehr losgelassen. Einen gänzlich unbekannten Trail zum allerersten Mal fahren und das auch noch im Renntempo ist etwas ganz anderes. Nie zu wissen, wie es nach der Kurve weitergeht, wie schnell man in eine Sektion reinfahren kann und irgendwie funktioniert es doch meistens immer.
Eine echte Empfehlung dafür sind die Rennen der Enduro2-Serie, aber auch die Blinduro-Events in Tschechien vermitteln dieses Gefühl außerordentlich gut.

T-Shirt-Bikepark-Partylaps
Dazu muss man wohl nicht allzu viel erklären. Es gibt wenige Sachen, die so gaudig sind, wie in kurzem Leiberl und mit guten Freunden eine Bikepark-Line nach der anderen abzufahren. Genau das stand bei mir letztes Jahr schon am Programm. Ich war den kompletten Sommer unterwegs. Morgins, Morzine, Maribor, Piana di Vigezzo etc haben mir genauso viel Grinsen ins Gesicht gezaubert, wie Gummi von den Reifen oder Belag von den Bremsbackln. Von Slowenien bis Südfrankreich – von Ost nach West ist der Plan und dabei alle Lifte mitzunehmen, die einen selbst auch mit mitnehmen. Dank Gravity Card und leistbareren Kartenpreisen im Westen ein machbares Unterfangen.

Neue Gebiete kennenlernen
In dieser Hinsicht bin ich oft ein bisserl bequem und steuere Regionen an, die ich schon kenne. Beim sechsten Mal in Finale wird’s dann aber doch ein wenig fad und mich gustiert’s nach was Neuem. Dabei hilft es oft, jemanden dabei zu haben, der fast schon einen Fetisch für die verstecktesten Wegerl und besten Bike-Geheimtipps hat (looking at you Max). Speziell an der italienisch-französischen Grenze gibt es ein paar Orte, die auf meiner Liste für 2026 ganz weit oben stehen. Nava, Lenzerheide und *******, ich komme!


Sich hin und wieder mehr Schinden
Das hört sich einfach besser an, als eine Challenge anzugehen. Hin und wieder ploppen mir Ideen auf, die weder beim ersten, noch beim zweiten und meistens auch beim dritten Mal darüber nachdenken, lustig wirken. Ganz los lassen tun sie mich aber trotzdem nicht. Meist dreht es sich dabei um ewig lange Tage im Sattel. Inspiration dafür gibt’s ja aktuell mehr als nur genug, auch direkt vor der eigenen Haustür. Dies wären beispielsweise ein möglichst unpraktischer Everest, alle Trails meines Hausbergs an einem Tag und so weiter und so fort. Und wer weiß, wenn es wirklich dazu kommt, wird’s man vielleicht sogar hier im Lines nachlesen können.
Springen lernen
Wenn ich einen Skill meine komplette Radl-Karriere durchgehend hinten angestellt habe, dann ist es wohl das Springen. Sicher, die Basics sitzen und über die meisten (normalen) Kicker, die man so findet, komme ich drüber. Aber sowohl Selbstbewusstsein als auch Style fliegen dabei nur ganz ganz selten mit. Möglichkeiten das zu ändern gäbe es genug. Trotzdem drücke ich mich regelrecht davor, diese Lade meiner Könnens-Kiste zu befüllen. Das soll sich dieses Jahr aber ändern. Mit dem Angebot im Leechwald gibt’s einen Traum-Spot direkt in meiner Nähe. Und wer weiß, vielleicht schaut am Ende des Jahres sogar eine ordentliche Luft-Schräglage heraus.

Auf was freut ihr euch im neuen Jahr am meisten und was sind eure Ziele?
Schreib uns diese an linestribe@lines-mag.at
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