Bike Check: Philipp Gatterers Marin Quake

Michael PfuisiMaterial


Fotos: Benjamin Hofmann

Philipp Gatterer ist wahrlich ein Internetphänomen. Innerhalb von kurzer Zeit ist er zu einem der größten Mountainbike-YouTuber Österreichs geworden. Das erste Radlvideo lud er vor zwei Jahren hoch – seitdem sticht er mit qualitativ hochwertigem Content aus der breiten Masse heraus. Wir haben uns eines seiner Arbeitsgeräte – das Marin Quake – einmal genauer angesehen.


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Seit heuer ist Philipp Gatterer auf Marin Bikes unterwegs. Neben dem Alpine Trail Enduro Bike ist das Herzstück seines Radl-Köchers wohl das neue Quake Downhillbike (welches wir übrigens auch schon gefahren sind, hier zum Bericht). Wie von Marin gewohnt bekommt man ein solides Gesamtpaket zu einem überaus fairen Preis. Auch deswegen gab es für Philipp keinen Grund viele Teile am Quake zu tauschen.

Trotz des Namens ein eher ruhiges Bike.

Die Basis stellt der neue Marin Quake Downhill-Rahmen dar. Der stabile Aluminiumrahmen ist zwar kein Leichtgewicht, muss er aber auch nicht sein. Dass ein paar Gramm mehr eher helfen als schaden, beweist ein Blick in den aktuellen DH-Weltcup-Zirkus. Den Anspruch ein Renngerät zu sein, hat das Quake aber weniger, vielmehr richtet sich das Radl an das Bikepark- und Freeride-Klientel – und somit auch perfekt an Philipp.

Downhillbike = viel Federweg – und um diesen kümmern sich Komponenten von RockShox. Die Boxxer an der Front stellt 200 Millimeter an Federweg bereit und am Heck sorgt ein Vivid Ultimate Coil gemeinsam mit dem MultiTrac LT-System mit 180mm für ausreichend Grip. Auch erwähnenswert: Die Decals passen perfekt zur wunderschönen Rahmen-Lackierung und runden das Bike optisch vollends ab.

Eine der wenigen Komponenten, die nicht original am Serienbike zu finden sind, wären die Laufräder. Hier kommt nämlich ein Satz von Pancho Wheels zum Einsatz, ganz zeitgemäß in Mullet-Ausführung. Die Rage-Downhillfelge der österreichischen Marke hält eine ganze Menge aus. Bei den Reifen vertraut Philipp auf Maxxis und da auf die Klassiker schlechthin – Assegai an der Front und Minion DHR II am Hinterrad.

Um den Antrieb kümmert sich eine GX DH 7-fach Schaltung, aus dem Hause SRAM. Verzögert wird mit Maven Bronze Bremsen mit 200mm Bremsscheiben. Eine Kombo, die auch einen Zug zum Anhalten bringen könnte.

Wenn man sich aufs Bike setzt merkt man sofort, dass es Philipp nicht um die schnellste Zeit between the tapes geht. Das Setup ist hart und verspielt – Freeride eben. Mithilfe des Flip-Chips wird das Radl noch eine Spur kürzer und verspielter. Auch bei den Reifen geht er eher auf Sicherheit statt Grip – mit 1.8 Bar vorne und 2.5 hinten.

Über den Author

Michael Pfuisi

Noch recht frisch in der Bike-Szene, aber schon vollkommen von diesem Enduro-Virus befallen. Das zeigt seine Trailpartie-Süchtelei inkl. Prolog-Erfolgen. Die Grazer Trails sind sein Heimrevier, das er immer öfter für Stages mit Zeitnehmung verlässt.

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