Fotos: Friedrich Simon Kugi
Alle Infos zur auner Austrian Gravity Series 2025. Eine Saison mit vier Neuzugängen und zwei Besonderheiten.
Werbung

Rennbericht aAGS #8 | Leogang
Saisonfinale im Bikepark Leogang. Die Bedingungen hätten besser nicht sein können. Ein wunderschönes Herbstwochenende in traumhafter Kulisse erwartete die knapp 160 registrierten Fahrer*innen. Alle für einen letzten Rennlauf der Saison motiviert bis unter den Fullface-Helm. Dass die auner Austrian Gravity Series #8 obendrein noch als Tiroler und Salzburger Landesmeisterschaft zählte, war für die Betroffenen zusätzliche Motivation.

Für eine der schnellsten Damen-Zeiten des Tages musste man nicht lange warten. Die 12-jährige Sara Scholz mit Startnummer 1 begeisterte uns schon die ganze Saison mit Traumläufen. Ihr Run am Bongo Bongo mit Finish über die T-Line passte da perfekt ins Bild. Mit 2:53.13 min stellte sie die zweitschnellste Zeit des Tages bei den Damen auf und war damit nur einen Hauch langsamer als die Siegerin der Elite Women Klasse: Maria Steiner fuhr dort in 2:52,34 min zum Sieg. Für Sara war 2025 übrigens die „perfect Season“ mit 100 Punkten in jedem einzelnen aAGS-Rennen.

Weil’s im Oktober schon ein bissl ruhiger ist im internationalen Rennzirkus, bekamen wir in Leogang glücklicherweise ein paar Gesichter zu sehen, die dieser Serie sonst schon etwas entwachsen sind. Anton Zierl beispielsweise, der sich in eindrucksvoller Manier den Sieg in der U17 und den Tiroler Landesmeistertitel holte. Seine 2:32,54 min wurde an diesem Tag nur von Christoph Handl geschlagen, den wir ansonsten bei Europa- und Weltcups sehen. Mit 2:31,06 min markierte der Salzburger die absolut schnellste Zeit des Tages.


Wie sich das so für ein Saisonfinale gehört, wurde ein Schlussstrich in der Gesamtwertung gezogen. Tristan Weber hatte davor den Sack schon zugemacht, denn er gewann in der U13 sieben von acht Rennen! Mit vier Siegen bei vier Antreten gewann Hannah-Magdalena Höfinger die U15w souverän. Gleiches gelang Lynn Berger in der U17w. Sabine Steixner (Open Women) gewann bei drei von drei Starts. Brutal knapp ist es in der U15 bei den Burschen geworden. Paul Mayer überholte mit seinem Sieg in Leogang noch Moritz Leibetseder und kam Florian Hell bis auf 14 Punkte nahe. Gesamtsieger der 106 Fahrer starken U17m-Klasse wurde Do-Biker Valentin Pölzl in seiner ersten vollen Rennsaison. Rainer Narr (Masters 2) musste sich nur in Leogang geschlagen geben, was locker zum Gesamtsieg reichte. Günther Gravogl kämpfte die ganze Saison beherzt (trotz elterlichen Versorgungspflichten und Defekten), was sich in Form des Gesamtsiegs in der Masters 1 revanchiert. Helene Fruhwirth darf sich über einen Sieg in der Elite freuen, Elias Haindl über eine brutal starke Saison und Gewinn der Junioren-Klasse. Die knappsten Entscheidungen brachten die Elite Men- und Open Men-Klassen hervor. In ersterer rettete Nico Ofner fünf Punkte Vorsprung auf Dominik Gradnitzer bei dessen Heimrennen ins Ziel. In der Open Men waren Manuel Reißner und Sebastian Daxer am Ende der Saison sogar punktegleich. Hier entschied lt. Reglement der letzte Zeitlauf zugunsten von Sebastian.

Wir sagen an dieser Stelle danke für eine grandiose auner Austrian Gravity Series-Saison – die längste bis jetzt! Acht Rennen, gemeinsame Stopps mit iXS Downhill Cup und 20chocolate Downhill Cup, sowie Landesmeisterschaften für Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten, Salzburg und Tirol. 576 Fahrer*innen schafften’s in die Gesamtwertung. Die Top 3 aller Kategorien bekommen in Kürze eine Einladung zur Cycling Austria Gesamtsiegerehrung am 28. November in Hallwang. In diesem Sinne: Wir sehen uns 2026!
Last Call für’s Finale
Nach einer langen Saison wartet ein allerletzter Stopp am auner Austrian Gravity Series-Kalender: Leogang. Am 11. Oktober beschließen wir dort das Rennjahr 2025. Die letzte Chance sich Punkte für die Gesamtwertung zu schnappen. Als Rennstrecke fungiert der Bongo Bongo Trail und – ganz neu! – als Abschluss der letzte Teil der T-Line mit dem Mini-Speedster. Das Rennen ist außerdem zugleich Salzburger und Tiroler Landesmeisterschaft im Downhill. Die Anmeldung ist bis 8. Oktober um Mitternacht geöffnet.
Die Gesamtsiegerehrung findet gemeinsam mit allen anderen Cycling Austria Rennserien am 28. November in Hallwang statt. Die Top 3 jeder aAGS-Kategorie erhalten eine Einladung.

Young Guns geben am Semmering den Ton an
Schon mehrmals die Saison war evident, dass die Jugend den Erwachsenen in Sachen Geschwindigkeit den Rang abläuft. Am Semmering war das letztes Wochenende dann sowas von sonnenklar: die Tagesbestzeiten gingen an eine U13-Fahrerin und einen Junior.
Semmering, Klassiker. Dachte man sich im Vorfeld. Die Shaper Crew überraschte allerdings mit einem neuen, frischen Teil. Kein Rockgarden, dafür ein erdiger Schlurf, steil bergab, an dem ein 90-Grad-Linkshaken wartete. Wer lässt am längsten die Bremsen offen? Die immer größer werdenden Löcher beim Anbremsen machten die Sache nicht einfacher. Auch wenn einigen etwas leid um den Rockgarden war, der neue Streckenteil kam beim gesamten Starterfeld gut an.

Herausfordernd ist der Semmering ja immer. Mit massig Regen in der Nacht davor erhöhte sich die Eskalationsstufe aber nochmals. Viele suchten im Training ihre Linie, manche sogar noch im Seeding Run. Sehr erfreulich: es ist eine Rennstrecke, die viel Linienwahl zulässt. Als Schlüsselstelle – und Fan-Favourite – kristallisierte sich die Einfahrt aus dem neuen Teil in das Ende des Rockgardens heraus. Rutschige Steine und Wurzeln machten es zu keinem leichten Unterfangen. Patschen sah man viele. So viele wie wahrscheinlich bei keinem anderen auner Austrian Gravity Series-Rennen heuer.

Patschenfrei und extrem flott unterwegs war die 12-jährige Sara Scholz vom Bikeclub Leogang. In 4:03,80 Minuten stellte sie die Damen-Tagesbestzeit und steuert nach sieben von sieben Siegen auf die perfekte Saison zu. Alles was ihr fehlt ist ein Sieg beim Heimrennen am 11. Oktober. Hannah-Magdalena Höfinger und Marlene Kerschbaumer-Stöckler hielten die Fahnen in der U15w bzw. U17w hoch. Helene Fruhwirth tat das bei den Elite Damen.

Die erste Richtmarke für die Herren-Tagesbestzeit setzte U13-Sieger Tristan Weber mit 3:38,36 Minuten. Colin Szepesi (U15-Sieger) schrieb eine neue Zeitrechnung mit 3:17,88 Minuten. U17-Sieger Johannes Schwarz gelang es diese Zeit um 1,82 Sekunden zu unterbieten, bevor Benjamin Kowald seine Ambitionen aus dem Seeding Run wahr machte und mit 3:11,30 Minuten die schnellste Zeit des Tages und den Junioren-Sieg einfuhr. Alle Erwachsenen bissen sich daran die Zähne aus. Nico Ofner gewann die Elite Herren, Manuel Reißner die Open Men, Jörg Neuhart und Milan Suchomel Masters 1 und 2.

Zum auner Austrian Gravity Series Saisonfinale am 11. Oktober im Bikepark Leogang wird’s richtig spannend (die Anmeldung dafür ist geöffnet). In vielen Klassen wird der achte und letzte Rennlauf der Saison über den Gesamtsieg entscheiden.

Ein Racing-August
3 Rennen in einem Monat. Der August hatte es bei der auner Austrian Gravity Series in sich. Zeit kurz durchzuschnaufen und einen Blick zurück zu werfen.
Rennbericht aAGS #4 | Lienz
Lienz in Osttirol ist ein Klassiker im aAGS-Kalender – und doch kam es heuer in der Dolomitenstadt zu einer Premiere. Die österreichische Serie tat sich erstmals zu einem Event mit dem iXS Downhill Cup zusammen. Statt einem Tag standen drei Tage mit Training, Seeding und Rennlauf am Programm. Obendrein gab’s mit 250 Starter*innen ordentlich Konkurrenz. Kein leichtes Unterfangen hier Punkte zu sammeln, aber mit der Herausforderung wächst man ja.


Das Wetter in Lienz kennen wir im Sommer ja. Richtig viele Sonnenstunden, dafür hohe Gewittergefahr. So donnerte es im Freitagstraining, dass es um eine Stunde verkürzt werden musste. Der Samstag brachte Dauerregen, aber trotzdem eine griffige Strecke. Und am Sonntag scheinte dann den ganzen Tag die Sonne. Das ließ die Abstände auf dem ohnehin schnellen Kurs nochmal zusammenschmelzen.

Und wie haben sich die aAGS-Fahrer*innen in der internationalen Konkurrenz geschlagen? Sehr gut, würden wir sagen. Grundsätzlich in den Nachwuchsklassen stärker als bei den Erwachsenen. U13 (Sara Scholz, Tristan Weber), U15 (Moritz Leibetseder) und U17m (Lorenz Fecht) gingen an aAGS-erprobte Fahrer*innen. Bei den Junioren brannte aAGS-Fixstarter und Osttirol-Local Jamie Schmölzer die Siegszeit hinunter. Bei den U17 Mädels merkte man mit Lucy Jenkins Jablonski (NZL), Maddie Rosen (SUI) und Karla Jörger (GER) am Podium die international starken Fahrerinnen, ebenso wie bei den Open Women (Maja Schmidlkofer, SUI) und Elite Women (Justine Welzel, GER). Daniel Schamul (GER) gewann die Masters 1, Rainer Narr (ebenfalls aAGS-Stammfahrer) die Masters 2. In der Open Men sicherte sich Lino Blockus (GER) den Sieg. Tagesbestzeit und Kategorie-Sieg bei den Elite Men gingen überlegen an Simon Maurer (GER) in 3:33,278 min.

Rennbericht aAGS #5 | Weissensee
Im August war ja wirklich nichts gewohnt. Weissensee – neue Location, überhaupt erstmals ein Downhill-Rennen an diesem Ort, nigelnagelneue Strecke. Und obendrein noch eine gemeinsame Veranstaltung mit dem slowenischen 20chocolate Downhill Cup.

Was im Vorfeld zu sehen war, regte bei den meisten schon den Appetit an. Eine ganz frische Strecke mit einem wilden Mix aus Passagen über Skipisten und neuen Abschnitten durch den Wald. Vor Ort sah das Ganze dann um einiges steiler und hängender aus als am Video. Nach den ersten Trainingsruns waren sich die rund 170 Starter*innen aber einig: fordernd, aber geil!

Sara Scholz und Tristan Weber setzten ihre Siegesserien in den U13-Klassen fort. Moritz Leibetseder tat das in der U15m ebenfalls. Hanna-Magdalena Höfinger setzte sich gegen Eva Podvornik (SLO) in der U15w durch, genau wie Lynn Berger in der U17w. Der Sieg in der U17m ging nach Kroatien. Simun Juras war hier nicht zu schlagen und siegte vor Svit Kunaver Smolkovic (SLO) und Johannes Schwarz, der eine starke Saison fährt. Das tut auch Elias Haindl. Der Niederösterreicher gewann die aAGS auf den Wexl Trails, in Lermoos und auch hier am Weissensee.


Bei den Masters 1 ging der Sieg nach Slowenien an Sasha Merljak. Die Masters 2 holte sich Organisator Mario Ramirez Infante bei seinem eigenen Rennen. Melissa Jenull stellte sich in der Kategorie Open Women wieder einmal an die Startlinie und gewann prompt mit der schnellsten Damenzeit (3:47,08 min). Die Open Men holte sich Trailpartie-Stammgast Luke Davis. In der Elite Women sorgte Masa Komel für einen slowenischen Triumph vor Elke Rabeder und Amelie Berger. Ganz heiß zur Sache ging’s bei den Elite Men. Da siegte LRV Tirol-Trainer Kevin Maderegger 1,61 Sekunden vor Luka Berginc (SLO) und 2,58 Sekunden vor Nico Ofner. Letzterer krönte sich zum Sieger der Kärntner Landesmeisterschaft, die im Zuge des Rennens ausgetragen wurde.

Die Long Jump-Wertung haben übrigens Julian Auer und Jakob Lorber mit jeweils 20 Meter gewonnen und Kevin Maderegger den Top Speed-Preis mit heißen 73 km/h.
Rennbericht aAGS #6 | Serfaus-Fiss-Ladis

Drittes Rennen im August, dritte Premiere. Serfaus-Fiss-Ladis stand erstmals auf einem auner Austrian Gravity Series-Kalender und seit längerem überhaupt wieder auf einem Downhill-Rennprogramm. Die Strecke war einigen noch von den Int. iXS Rookies Champs bekannt. Eine Downhill-Strecke, die auf 3-4 Minuten wirklich alles hat, was man sich von ihr wünscht. Wurzlen, Sprünge, schnelle und langsame Passagen.

Das Nachwuchstrio Sara Scholz (U13w), Tristan Weber (U13m) und Moritz Leibetseder (U15m) erwies sich einmal mehr als unschlagbar. Charlotte Schleicher (U15w) und Lynn Maria Berger (U17w) zelebrierten bei schmierigen, aber handlebaren Bedingungen. In der U17m gab es mit Valentin Pölzl den sechsten Sieger im sechsten Rennen und einen neuen Cup-Führenden. Rainer Narr hatte ausnahmsweise einmal eine der kürzeren Anreisen. Aber egal wie weit er fahren muss, in der Masters 2 gewinnt er fast immer. Der Masters 1-Sieg ging ebenfalls nach Tirol, nämlich an Mathias Rauchegger. Die Elite Women-Kategorie gewann Amelie Berger im Alleingang. Schnellste Dame des Tags war Sabine Steixner (3:47,89 min), die erst in Lermoos ihr Renncomeback gefeiert hatte. Marius Greber aus dem Bregenzerwald gewann die Open Men-Klasse. Arg schnell unterwegs war Junioren-Sieger Jamie Schmölzer mit 3:13,45 min. Das war die zweitschnellste Zeit des Tages. Elias Haindl hielt als Zweiter an seiner Cup-Führung fest. Die Tagesbestzeit holte sich der Weltcup-erprobte Kilian Schnöller in 3:11,64 min. Er gewann die Elite Men-Klasse 3,36 Sekunden vor Lermoos-Sieger Patrick Buttner und 7,62 Sekunden vor Paul Bloß aus Deutschland.

Rang 2 in Serfaus-Fiss-Ladis brachte Patrick Buttner (217 Pt) auf Rang 2 in der Cup-Wertung nach vorne. Die Elite Men-Klasse führt jedoch Michael Aulabauer (260 Pt) an, der bisher bei jedem Rennen punktete. Amelie Berger führt mit 235 Punkten knapp vor Helene Fruhwirth mit 225 Zählern. Mit zwei Rennen und 200 möglichen Punkten plus einem Streichresultat wirds allerdings in so ziemlich allen Klassen nochmal richtig spannend.
Weiter geht’s mit der auner Austrian Gravity Series bereits am 13. September mit dem Klassiker schlechthin: dem Semmering. Da heißt’s flott anmelden, denn aufgrund des geringen Tageslichts ist das Starterfeld auf 200 begrenzt.
Das Serienfinale geht dann ein Monat später – am 11. Oktober – in Leogang am Bongo Bongo Trail über die Bühne. Die Anmeldung dafür öffnet in Kürze.
Anmeldung offen für Lienz, Weissensee und Serfaus
Im August hat die auner Austrian Gravity Series volles Programm. Gleich zu Beginn des Monats geht’s im Bikepark Lienz gemeinsam mit dem iXS Downhill Cup zur Sache. Die Strecke ist bekannt, jedoch wird sie vrsl. um die ein oder andere naturbelassene Passage ergänzt. Übrigens: Streckenposten werden noch gebraucht! Wer Zeit und Lust hat, bitte bei Ride Free Osttirol melden -> info@ride-free.at
Zwei Wochen drauf findet man sich am Weissensee in Kärnten ein. Ein ganz neuer Fleck auf der aAGS-Landkarte. In der Tat sogar eine ganz neue Strecke für jedermann, weil frisch angelegt. Streckenbauer Timmy Fockenberger versorgt uns mit einer ersten Vorschau. Er hat einen lässigen Mix aus frischen Loamern, Off-Camber- und Highspeed-Sektionen geschaffen. Sein Tipp für die schnellste Rennzeit: 3:25 Minuten. Das Rennen am Weissensee wird gemeinsam mit dem 20chocolate Downhill Cup ausgetragen und ist Kärntner Landesmeisterschaft für alle Kategorien, sofern die lt. Reglement nötige Mindesanzahl an Startern zusammenkommt. Die Startplätze sind auf 250 limitiert. Ab dem Zeitpunkt der Nennung bis zum Renntag bekommt man 30% Ermäßigung auf die Tageskarte der Weissensee Bergbahn.
Nach Kärnten bleibt kaum Zeit zum Durchschnaufen, denn am 30. August wartet der auner Austrian Gravity Series-Stopp im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis. Die Strecke ist von den International iXS Rookies Champs bekannt. Sie beinhaltet alles, was eine Downhill-Strecke ausmacht. Definitiv ein Highlight der Serie.

Rennbericht aAGS #3 | Lermoos
Was soll man sagen, außer: alles richtig gemacht, Lermoos. Die auner Austrian Gravity Serie im Tiroler Außerfern war in allen Aspekten absolut gelungen. Die Strecke? Erdboden, Wurzeln, teilweise richtig schnell, unten flowig und vor allem viel Linienwahl. Die Location? Aufwachen mit Blick auf die Zugspitze – was will man mehr? Die Organisation? Alle motiviert, freundlich und top drauf. Eins A, was die Crew um Tiroler Zugspitz Arena-Streckenchef Christian Heitmann da abgeliefert hat (Ehre wem Ehre gebührt).


Für manche war die Anreise ins Außerfern eine weite (viele Jugendfahrer*innen kamen aus dem Osten), für manche war sie eine kurze. Für die schnellen Locals nämlich. Im Seeding Run legte Häuptling Leon Kogler mit 2:58,25 min die schnellste Zeit hin und machte damit klar, dass die Ansässigen beim Heimrennen ein Wörtchen mitreden wollen. Die Bedingungen waren am Schlägle Trail übrigens top. In den Wochen davor hatte es geregnet, aber rechtzeitig zum Rennen präsentierte sich die Strecke in Werksboden-Zustand.

Im Finale waren’s dann zuerst die U13 Mädels, die für Dampf sorgten. Siegerin Sara Scholz lieferte mit 3:26,66 min die zweitschnellste Damen-Zeit des Tages ab. Schneller war nur Open Women-Siegern und Race-Comebackerin Sabine Steixner. Spannend machten’s die U13 Burschen, wo sich die Top 3 innerhalb von zwei Sekunden im Zielgelände einfanden. Aaron Wiechenthaler vom Plose Gravity Team hatte schlussendlich die Nase vorne.


Die erste Duftmarke in Richtung Tagesbestzeit setzte Paul Mayer in der U15: 3:01,74 min die Zeit des Wexl Trails-Siegers. Maria Strobl gewann die U17 Mädels-Kategorie und bei den Burschen siegte Maximilian Köck bei seinem Heimrennen. Bei den Masters 1 ging der Sieg nach Portugal, an Ezequiel Avelino Ferreira Martins. Die Masters 2 holte sich Rainer Narr, nachdem er im Seeding Run noch durch ein Überholmanöver gebremst wurde.


Als Leon Kogler im Rennlauf seine Seeding Run-Zeit nochmal um 14 Hundertstel unterbot (dank einer wilden Linien in der letzten Schikane) konnte man schon glauben, dass die Tagesbestzeit gefallen war. Doch da hatte man Elias Haindl nicht auf dem Schirm. Der Junior hatte sich letztens auf den Wexl Trails die schnellste Zeit des gesamten Feldes und wollte das auch in Lermoos mit einer 2:56,52 min schaffen. Und es sah gut aus. Bis zur Elite Men. Dominikus Hipp war ganze viereinhalb Sekunden flotter als in seinem Seeding Run und unterbot die Zeit von Elias. Doch auch das war nicht genug. Denn Patrick Buttner vom MTB Club München hatte im Seding einen Platten und im Training einen sehr sketchy moment in der Highspeed-Sektion, im Finale drehte er aber komplett auf: 2:51,66 min seine Zeit und damit der schnellste Run an diesem Tag.

Pünktlich zur Siegerehrung kam das angekündigte Gewitter am Grubigstein an. Machte aber nichts, denn dank erfolgreicher Locals wäre die Medaillenübergabe ohnehin (Bierduschen-)feucht geworden.

Zwei Wochen kann man sich sammeln. Dann geht’s mit einem besonderen Stopp weiter: der Doppelevent aus iXS Downhill Cup und auner Austrian Gravity Series in Lienz – mit einem neuen Streckenabschnitt, wie man hört. Weil die Frage schon öfters kam: Das Wochenende von 1.-3. August läuft als ganz normaler iXS DHC inkl. dessen Zeitplan. Die auner Austrian Gravity Series wird dann aus dem iXS DHC-Rennen gewertet. Eine separate Anmeldung für die aAGS ist daher nicht notwendig bzw. möglich.


Rennbericht aAGS #2 | Wexl Trails
Nüchtern betrachtet war’s ein ungünstiger Termin, das erste Juli-Wochenende. Downhill-Weltcup in La Thuile, iXS Downhill Cup in Spicak, erste Ferienwoche für viele. Und dennoch standen knapp 130 Teilnehmer*innen auf den Wexl Trails, um bei der dortigen Premiere der auner Austrian Gravity Series live dabei zu sein. Spoiler: Jedem hat’s ordentlich getaugt.
Dafür hat vor allem die grandiose Organisation der Wexl Trails Crew gesorgt, die an alles gedacht und die Bühne für ein klasse Rennen gerichtet hatten. Sogar ein eigener Zielbereich wurde extra für die aAGS ausgesteckt und beim vormittäglichen Training eingeweiht. Das Wetter trug sein Schäuferl dazu bei: Nichts außer Sonnenschein und herrliche Temperaturen. Wer Zweifel hatte, dass die Downhill Line, aka Meryl Steep, am Wexl zu wenig Downhill sein könnte, der wurde eines Besseren belehrt. Staubige Bedingungen, teilweise steiler als gedacht und mehrere Linienoptionen sorgten für Spannung. Wer schnell sein wollte, musste brutal exakt fahren.

Das brachte Elias Haindl am besten zustande. Der Junior, der ganz in der Nähe der Wexl Trails zu Hause ist, schabte noch einmal satte drei Sekunden von seiner Bestzeit, die er im Seeding Run gesetzt hatte. 2:15,79 Minuten waren die unschlagbare Marke an diesem Tag. Für Elias bedeutete die Tagesbestzeit außerdem den Sieg bei den Junioren und den niederösterreichischen Landesmeistertitel in dieser Kategorie. Tobias Schweiger machte ihm das Leben allerdings nicht leicht. Im Rennlauf drehte er in frischer Panier ordentlich auf und reihte sich heiße 0,63 Sekunden hinter Elias ein. Felix Fasl komplettierte das Podium der Junioren.
Generell waren’s knappe und spannende Entscheidungen. Bei den Damen übertrumpften sich Alexandra Eckert (Zweite) und Hanna Steinthaler (Dritte), bevor Helene Fruhwirth noch einmal den Turbo zündete und irgendwo drei Sekunden in ihrem Rennlauf im Vergleich zum Seeding fand.

Bei den Elite Herren sorgte Michael Aulabauer, der große Local Hero (und unser Streckenvorschau-POV-Mann) für ein Drama. Er stürzte im Seeding in der Anfahrt zum Rock Drop heftig. Ein Start im Finallauf war nicht sicher. Er trat dennoch an und legte eine Zeit vor, die nur Eric Seifried unterbieten konnte, bevor er sich ins Krankenhaus zur Kontrolluntersuchung begab. Apropos Eric Seifried. Der ist normalerweise auf BMX und Dirtbike eher Freestyle unterwegs, doch letztes Wochenende wärmte er sich bei der Trailpartie mit einer Startnummer auf, um dann bei der aAGS auf den Wexl Trails alles zu geben. Zahlte sich aus: Sieg in der Elite Men, vor Michael Aulabauer und Alex Chapignac. Manuel Schretter wird beim Renncomeback des Jahres (kein DH-Rennen seit 2016!) um sechs Hundertstel Vierter. Das sollte genug Motivation für weitere Rennteilnahmen sein.

Alle Teilnehmer*innen waren sich in einem Punkt einig: die Jugend steht ordentlich am Gas. Am Wexl stach da besonders Johannes Schwarz heraus, der mit 2:18,01 Minuten als U17-Fahrer die drittschnellste Zeit des Tages fuhr. Marlene Kerschbaumer gewann die U17 w, Hanna Höfinger hielt in der U15 w die Fahnen hoch, Paul Mayer setzte sich souverän (mit sieben Sekunden) in der U15 m durch, während Sara Scholz und Tristan Weber die U13-Kategorien gewannen. Hart gekämpft wurde wie immer in den Masters-Klassen. Bork Schützenhofer drehte den Spieß von der Trailpartie am Wochenende davor um und verwies Martin Müller auf Rang 2 der Masters 1. In der Masters 2 war Milan Suchomel unschlagbar. Die Open Men gewann Manuel Reissner und in der Open Women bestritten Victoria Bialowas und Tanja Gesslbauer beide ihr erstes Rennen und hatten unbestritten den meisten Spaß von allen.
Es bleibt wenig Zeit durchzuschnaufen, denn in zwei Wochen geht’s mit der auner Austrian Gravity Series #3 in Lermoos weiter. Ein ganz neuer Stopp mit einer deutlich anderen Strecke. Showdown ist am 19.7. auf dem Schlägle Trail im Tiroler Außerfern.

Rennbericht aAGS #1 | Königsberg
Volles Haus zum auner Austrian Gravity Series-Auftakt 2025. Knapp 200 Teilnehmer*innen standen am 2. Mai am Königsberg am Start. Da spielte sicherlich mit, dass es sich als perfektes Aufwärmrennen für die darauffolgende Downhill ÖM anbot. Alle heiß, flotte Zeiten auf der relativ kurzen Strecke zu zeigen. Und das taten sie auch.
Das Feld präsentierte sich mit der fast kompletten Crème de la Crème des österreichischen Downhill-Sports. Andreas Kolb leuchtet mit seinem Europameister-Trikot heraus, hielt gut gelaunt für Selfies und Autogramme her, und zeigte auf der Strecke, wie man den adaptierten, etwas einfacheren Kurs am Königsberg möglichst flott absolviert. Einstimmiger Usus unter den Fahrer*innen: Es ist verdammt schnell und darum wird’s verdammt knapp.

Herausgestochen sind auch die extrem starken Nachwuchsfahrer*innen. Die U15-, U17- und Junioren-Kategorien waren alle gut gefüllt und was dort mittlerweile an fahrtechnischem Niveau herrscht, ist einfach herrlich anzusehen. Oder wie es arrivierte Racer auf den Punkt brachten: „Die Kleinen fahren wahrscheinlich schneller als wir.“ Da freute sich manch älteres Semester, dass es Alterskategorien gibt.
Aufgrund vermehrter Nachfrage wurde erstmals eine U11 Kategorie ausprobiert. Der Königsberg war sicherlich die ideale Strecke dafür. Und was soll man sagen: Um den jüngsten Nachwuchs braucht man sich keine Sorgen zu machen. Die Staals-Schwestern fuhren sich die U11w-Klasse aus, während bei den Burschen sieben Fahrer um die schnellste Zeit kämpften. Am Ende hatte Daniel Schlosser, der erst seit letztem Jahr auf dem Bike sitzt, die Nase vorne – mit einer Zeit, mit der er schnurstracks in die Top 10 bei den Open Men gefahren wäre. Arg knapp die Abstände an der Spitze der anderen Nachwuchsklassen. U15m: Colin Szepesi 0,68 Sekunden vor Paul Mayer. U17m: Leon Waltensdorfer 0,36 Sekunden vor Valentin Berger. Junioren: Felix Fasl 0,74 Sekunden vor Jamie Schmölzer und der eine weitere Hundertstel vor Paul Schmidinger.


Sehr spannend war’s diesmal bei den Damen, weil sich da einige Juniorinnen reinmischten. Beeindruckend stark präsentierte sich Emma Bindhammer, die zu Rang 3 fuhr. 0,23 Sekunden vor ihr platzierte sich Rosa Zierl – bereits mit einigen Renneinsätzen in ihrem ersten Juniorinnen-Jahr. Den Sieg holte sich mit einer starken Fahrt jedoch die Staatsmeisterin von 2024, Kerstin Sallegger.

Bei den Herren führte erwartungsgemäß kein Weg am Europameistertrikot vorbei, das vom schnellsten Downhill-Schnauzer des Landes getragen wird. Andreas Kolb sah überall mühelos aus und knallte eine 1:31,74 min-Zeit in die Ybbstaler Alpen-Idylle. Dahinter wurde es allerdings knapp und – zumindest für uns – kaum prognostizierbar. Am Ende war’s Sebastian Weinhandl, der mit 2,03 Sekunden Abstand Andreas Kolb am nächsten kam, 0,3 Sekunden vor Kilian Schnöller. Der Seeding Run-Zweite, David Herzberg aus Deutschland, begrub seine Podiumschancen mit einem Sturz im Finallauf.
Das Fazit vom ersten Stopp der auner Austrian Gravity Series? Alle freuen sich wieder auf’s Rennfahren. Die Jugend ist motiviert und brutal schnell. Auch wenn’s Niveau steigt, bleibt das Rundherum Gott sei Dank entspannt wie in einem Ferienlager. Die Vorfreude auf den nächsten Stopp am Wexl ist riesengroß. Die Anmeldung dafür öffnet in Kürze.

Der Kalender für die auner Austrian Gravity Series 2025 steht und es zeichnet sich eine lässige Saison ab. Noch nie gab’s so viele Rennen, noch nie waren sie so gut über’s Land verteilt. Hier die Termine:
Rennen auner Austrian Gravity Series 2025
| Datum | Rennen |
|---|---|
| 2.5.2025 | aAGS #1 – Bikepark Königsberg – anschließend am 3./4.5. Downhill ÖM + OÖ & NÖ LM |
| 5.7.2025 | aAGS #2 – Wexl Trails |
| 19.7.2025 | aAGS #3 – Tiroler Zugspitz Arena |
| 1.-3.8.2025 | aAGS #4 – Bikepark Lienz – gemeinsam mit dem iXS Downhill Cup |
| 23.8.2025 | aAGS #5 – Weissensee – gemeinsam mit dem 20chocolate Downhill Cup |
| 30.8.2025 | aAGS #6 – Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis |
| 13.9.2025 | aAGS #7 – Bikepark Semmering |
| 11.10.2025 | aAGS #8 – Bikepark Leogang – mit Tiroler LM |
Satte Neuerungen 2025
Das heißt es gibt satte Neuzugänge, ein verlängertes Wochenende mit der Downhill ÖM und ein Kombi-Event mit dem iXS Downhill Cup. Soweit die News im Newsflash.
Die bewährten Zutaten der auner Austrian Gravity Series bleiben ob der grandiosen Neuigkeiten aber unverändert. Die Rennen (bis auf Lienz) sind grundsätzlich an einem Tag bewältigbar, die Strecken ohne Mutpassagen und die Atmosphäre entspannt. Es ist nach wie vor die perfekte Einsteiger-Rennserie und das Sprungbrett für alle, die Größeres vorhaben (die Downhill-Nationalteamtrainer schauen zu). Obendrein gibt’s nach jedem Rennen wieder Fotos zum gratis Download.
Zurück zu den Neuerungen. Was uns persönlich enorm freut, weil wir uns jahrelang darum bemüht haben ist, dass die auner Austrian Gravity Series in den Westen des Landes zurückkehrt. Die Tiroler Zugspitz Arena hat ihr Bike-Angebot ordentlich aufgewertet und unterstreicht das mit einem Rennen am 19. Juli in Lermoos. Nach ein paar Jahren Rennabstinenz meldet sich der Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis retour. Das aAGS-Rennen wird am 30. August im Rahmen des Bikefestivals ausgetragen. Expo, Party & Co inklusive.
Das ist aber erste die Hälfte der Neuzugänge. Kärnten ist 2025 mit an Bord, denn am Weissensse wird auner Austrian Gravity Series Stopp #5 am 23. August ausgetragen. Besonders freuen wird es alle Wexl Trails-Fans, dass sie sich am 5. Juli erstmals in einem Downhill-Rennen in St. Corona probieren können.
iXS Downhill Cup & Downhill ÖM
Neben den neuen Locations gibt’s im diesjärigen auner Austrian Gravity Series-Kalender zwei Besonderheiten. Zum einen wird das Rennen im Bikepark Lienz in Kooperation mit dem iXS Downhill Cup ausgetragen. So kann man gleich mal Luft in der höheren Rennserie schnuppern und trotzdem aAGS-Punkte sammeln. Zeitplan, Anmeldung & Co werden hierfür über den iXS Downhill Cup laufen.
Einen echten Knaller gibt’s gleich zum Saisonstart. Der erste Stopp der auner Austrian Gravity Series wird nämlich direktes Warm up für die Downhill ÖM 2025 sein. Wer am 2. Mai das Rennen im Bikepark Königsberg in Angriff nimmt, der hat definitiv einen Patzen Vorteil für die Staatsmeisterschaften am 3. und 4. Mai.
Wir sind jetzt schon heiß auf die auner Austrian Gravity Series 2025 und hoffen euch geht’s genau so. Die Anmeldung für die Rennen öffnet sukkzessive. Wir halten euch hier und per WhatsApp-Kanal am Laufenden.
Anmeldung
| Rennen | Ausschreibung | Anmeldung | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| aAGS #1 Königsberg | 2.5.2025 | Ausschreibung Königsberg | Anmeldung Königsberg | erledigt; Anmeldung für die Downhill ÖM hier |
| aAGS #2 Wexl Trails | 5.7.2025 | Ausschreibung Wexl Trails | Anmeldung Wexl Trails | erledigt |
| aAGS #3 Lermoos | 19.7.2025 | Ausschreibung Lermoos | Anmeldung Lermoos | erledigt |
| aAGS #4 Lienz | 1.-3.8.2025 | Ausschreibung Lienz | Anmeldung Lienz | erledigt Anmeldung über iXS DHC |
| aAGS #5 Weissensee | 23.8.2025 | Ausschreibung Weissensee | Anmeldung Weissensee | erledigt |
| aAGS #6 Serfaus | 30.8.2025 | Ausschreibung Serfaus-Fiss-Ladis | Anmeldung Serfaus-Fiss-Ladis | erledigt |
| aAGS #7 Semmering | 13.9.2025 | Ausschreibung Semmering | Anmeldung Semmering | erledigt |
| aAGS #8 Leogang | 11.10.2025 | Ausschreibung Leogang | Anmeldung Leogang | offen |
Alle Termine findest du bereits im LINES Kalender,
den du praktischerweise auch am Handy abonnieren kannst.
Artikel teilen




