Der erste ABUS aus Italien

Christoph Berger-SchauerMaterial

ABUS Targon

Fotos: ABUS

Targon ist der erste Helm von ABUS, der aus der eigenen italienischen Produktion stammt.


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Und eigentlich sind’s zwei Helme in einem. Ja, mit abnehmbarem Kinnbügel. Nein, die Zeiten des Style-Fauxpas mit Convertibels sind gegessen. Der Targon schaut zucker aus.

Entscheidet man sich für den Targon, kriegt man also einen Fullface- und einen Halbschalenhelm. Also einmal Bikepark und einmal Tour. Was bei einem Bike mit Kompromissen einhergeht, will das deutsche Familienunternehmen kompromisslos hinbekommen haben.

Und danach schaut’s wirklich aus. Vor allem beim Sitz am Kopf – unbestreitbar das wichtigste Feature eines Helms – lässt sich ABUS nicht lumpen. Ein umfassender Plastikring umarmt den Kopf. Der Ring kann in der Höhe verstellt und mittels Zoom Rapid Fit System (aka Drehrad) an den eigenen Blutzer angepasst werden. Ein kurzer Druck auf’s Drehrad genügt und der Ring entlässt den Schädel aus der Umarmung. Eine weitere Anpassung ermöglichen die Vario Pads im Kinnbügel. Sie lassen sich in drei Positionen verstellen. Erhätlich ist der Targon in drei Größen: Small (51-55cm), Medium (55-58cm) und L (57-61cm) und sollte damit wirklich auf jedes Haupt passen.


Sicher ist sicher

Schlösser, Rauchwarnmelder, Alarmanlagen, Zutrittskontrollsystem – ABUS ist ein Sicherheitsunternehmen. Da lässt man sich bei Helmen natürlich nicht lumpen. Der Targon erfüllt die europäische Fahrradnorm EN 1078 – auch die CPSC-Norm für Kanada und die USA – und obendrein noch die zusätzliche Prüfung für Downhill-Helme (ASTM F1952-22). Einen zusätzlichen Layer Sicherheit gibt’s in der MIPS-Variante mit den integrieren MIPS Air Node Pro Polstern.

Ein lässiges Feature – sowohl in der Halbschalen- als auch Fullface-Version – ist das Visier, dass sich im Fall des Falles verabschiedet. Dort hat ABUS g’scheiter Weise eine Kamera-/Licht-Halterung vorgesehen. Das Argument „Verletzungsrisiko von Helmkameras“ im Downhill-Sport dürfte damit obsolet sein.

ABUS Targon Kinnbügel
Mit Kinnbügel schafft der Targo sogar die Downhill-Prüfung.

Überlegt

Es ist ein herrliches Gefühl, wenn man merkt, dass sich jemand bei einem Produkt was gedacht hat. Am Targon besonders praktisch ist das Speed Latch System. Damit ist es wirklich einfach denn Kinnbügel zu (de-)montieren. Einmal mit dem Zeigefinger die Lasche anheben und der Bügel löst sich. Geht easy und macht einen robusten Eindruck.

ABUS Targon Speed Latch System
Ein Zupf mit dem Zeigefinger und aus dem Fullface wird eine Halbschale.

Apropos praktisch. Der Fidlock-Magentverschluss fällt uns dazu beim ABUS Targon ein. Den kriegt man selbst mit Handschuhen ohne langer Fudlerei zu. Außerdem: die großzügige Belüftung. So großzügig, dass man sich fast fragt, warum ABUS den Kinnbügel überhaupt zum Abnehmen gebaut hat.


Leichtgewicht

Überzeugend, neben Style, Funktionalität und Features ist das Gewicht. Gerade mal 950 Gramm wiegt der Helm in der Fullface-Variante in Small. In Large sind’s 1.020 Gramm. Da ist man schon auf der leichteren Seite in diesem Segment. Ohne Kinnbügel wiegt der Targon 490g (Small).

Seit 2016 kamen High-end Rennrad- und Gravel-Helme aus der eigenen italienischen Produktion. Der Targon ist nun der erste Mountainbike-Helm von ABUS, der grün-weiß-rot und das Siegel „Made in Italy“ trägt. Produziert wird rund eine Stunde von Venedig entfernt.


Die ersten Eindrücke aus Italien

Eric Bürgler ist für das LINES gerade am Gardasee und schickt die ersten Eindrücke vom ABUS Targon Launch, dem neuen Helm und der Produktion:


ABUS Targon Zoom Rapid Fit

ABUS Targon

  • Helm mit abnehmbarem Kinnbügel
  • Speed Latch System für Kinnbügel (De-)Montage
  • Zoom Rapid Fit Drehrad
  • Vario Pads
  • 15 Belüftungsöffnungen
  • Breakaway-Visor mit Kamera-/Licht-Halterung
  • Fidlock-Verschluss
  • MIPS-Variante
  • Größen: S, M, L (= 51-61cm)
  • Gewicht: ab 490g (Halbschale) bzw. 950g (Fullface)
  • Preis: tba
  • Webseite
Über den Author

Christoph Berger-Schauer

Dicke Schlappen, schmale Reifen, bergauf, bergab – ist für alles zu begeistern, nur flach darf es nicht sein. Unbekehrbarer Fahrrad-Afficionado, seit einiger Zeit vom Enduro-Virus befallen. Schreibt nieder, was andere nicht in Worte fassen können.

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